Open Source im professionellen Einsatz

Juju 1.20 wird hochverfügbar

09.07.2014

Juju, Canonicals Werkzeug zur Service-Orchestrierung, ist in Version 1.20 erschienen. Sie macht Juju hochverfügbar und unterstützt die Availability Zones verschiedener Cloud-Anbieter.

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Jujus State-Server ist zugleich der Bootstrap-Node und lässt sich nun über "juju ensure-availability" in einen High-Availability-Modus versetzen. Juju erholt sich dann automatisch, falls ein oder mehrere State-Server ausfallen. Standardmäßig erzeugt Juju drei State-Server, über die Option "-n" lässt sich diese Zahl erhöhen, aber ungerade muss sie sein.

Daneben kann Juju beim Hochfahren oder Ergänzen von Maschinen diese nun Availability Zones zuordnen. Legt der Admin keine Zone explizit fest, verteilt Juju Units automatisch über die verfügbaren Zonen. Sind die Charms sauber programmiert, haben Ausfälle einer Zone keine Auswirkungen auf die Uptime einer Webanwendung.
Juju verteilt dabei sowohl neue Maschinen, als auch Diensteinheiten und State-Server auf diese Zonen, und erstellt für verschiedenartige Dienste jeweils Distribution Groups. Die Dienste lassen sich auf diese Weise unabhängig voneinander über die Zonen streuen. Bislang funktioniert das Feature in Open Stack ab Havana und in Amazons EC2.

Auch Azure-Umgebungen lassen sich nun so konfigurieren, dass sie Availability Sets verwenden. Dadurch lassen sich Dienste mit Hochverfügbarkeit aufsetzen: So lange der Admin mindestens zwei Units ausrollt, garantiert Azure eine Verfügbarkeit von 99,95 Prozent und übernimmt automatisch das Load Balancing für die öffentlichen Ports. Neue Azure-Umgebungen aktivieren das Feature automatisch.

Jujus "debug-log"-Kommando zeigt die Logs sämtlicher Juju-Agenten und unterstützt nun auch lokale LXC-Umgebungen. Zudem lassen sich die Ausgaben der Logs nun besser über Filter einschränken. Die verwendeten Images in Azure, EC2, HP Cloud sowie Open-Stack-basierten Clouds kann Juju nun auf bestimmte Instanzen-Typen einschränken.

Nicht zuletzt beschleunigt die "lxc-use-clone"-Option LXC für nicht-lokale Anbieter und lassen sich mehrere Netzwerkkarten mit denselben MAC-Adressen verwenden. Der Metal-as-a-Service-Dienst (MaaS) kann bestimmte Netzwerke ein- und ausschließen und Juju schiebt bestimmte State-Server auf fest definierte Maschinen. Weitere Details zur neuen Version liefert die Ankündigung. Über ein PPA lässt sich Juju 1.20 auf verschiedenen Ubuntu-Versionen installieren, den Quellcode gibt es auf Launchpad.

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