Open Source im professionellen Einsatz

Joomla! 3.7 veröffentlicht

26.04.2017

Etwas verspätet haben die Entwickler des beliebten Content-Management-Systems Joomla! die neue Version 3.7 freigegeben. In ihr können Anwender erstmals Beiträge um eigene (Daten-)Felder ergänzen und so zusätzliche Informationen speichern.

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Auf diese Weise lassen sich Inhalte einfacher und besser strukturieren. Beispielsweise könnte man Veranstaltungstipps um ein Eingabefeld für das Veranstaltungsdatum ergänzen. Autoren müssen die Informationen dann nicht mehr zusammen mit dem Beitragstext speichern. Anheften kann man die in der deutschen Joomla!-Version „Eigene Felder“ genannten Custom Fields an Beiträge, Benutzer(-Konten) und Kontakte. Joomla! 3.7 bietet insgesamt 15 verschiedene Feldtypen: Neben einem einfachen Eingabefeld gibt es unter anderem auch ein Feld, das ein Datum speichert. Dabei gibt es sogar Eingabehilfen – im Fall des Datumsfeldes klappt ein kleiner Kalender auf, in dem der Autor einfach das entsprechende Datum anklickt. Die eigenen Felder lassen sich gruppieren und auf mehreren Tabs anordnen. Der Zugriff auf die Felder lässt sich zudem einschränken (wie gewohnt über die ACLs) und problemlos in mehrsprachigen Internetauftritten einsetzen. Die Informationen aus den eigenen Feldern speichert die Datenbank in separaten Tabellen. Auch Erweiterungen können die Custom Fields nutzen beziehungsweise auswerten.

Neu in Joomla! 3.7 ist die Multilingual Associations Component. Diese Komponente erleichtert das Übersetzen von Inhalten in andere Sprachen. Unter anderem stellt sie den originalen Text und die entsprechende Übersetzung in jeweils einem eigenen Eingabefeld nebeneinander dar.

Seitenbetreiber können direkt aus der Menüverwaltung heraus in einem Schritt einen neuen Menüpunkt, einen Beitrag und eine Kategorie erstellen. Auf diese Weise lassen sich unter anderem auch Menüpunkte zu neuen Kontakten und Newsfeeds anlegen. Dank des neuen Backend Menu Manager können Seitenbetreiber im Backend eigene Menüs zusammenklicken, ganz ähnlich wie es bei den Menüs für das Frontend möglich ist. Auf diese Weise lässt sich schnell ein maßgeschneidertes Backend zimmern. Apropos Backend: Dessen Design haben die Joomla!-Entwickler leicht überarbeitet.

Des Weiteren bringt der TinyMCE-Editor neue Schaltflächen mit, über die Autoren unter anderem Kontakte einfügen können. Die Verwaltung von Erweiterungen haben die Entwickler vereinfacht. Schließlich müssen sich Administratoren nicht mehr separat im Backend und Frontend anmelden, Joomla! erkennt jetzt den einmal eingeloggten Benutzer auf beiden Seiten des Content-Management-Systems. Abschließend gab es noch zahlreiche Fehlerkorrekturen, zudem haben die Entwickler einige Sicherheitslücken geschlossen.

Für Entwickler von Erweiterungen war unter der Haube ursprünglich noch ein neuer Router geplant. Diesen haben die Joomla!-Entwickler jedoch kurz vor der Veröffentlichung aus der Version 3.7 entfernt. Einzug halten soll er jetzt in der nächsten Version 3.8.

Sämtliche Neuerungen listet die offizielle Ankündigung auf. Ein Update auf die neue Version lässt sich bequem aus Joomla! heraus anstoßen.

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