Open Source im professionellen Einsatz

Jetbrains räumt Fehler ein und bessert nach

21.09.2015

Nach heftiger Kritik der Kunden an Jetbrains neuem Subskriptionsmodell hat die Firma Fehler eingeräumt und dieses überarbeitet. Am Abomodell hält sie jedoch fest.

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Einer der Hauptkritikpunkte bestand darin, dass die gekaufte Lizenz nach 12 Monaten verfällt und der Kunde nicht mehr mit der Software weiterarbeiten kann. Das ist nun nicht mehr so: Jetbrains ermöglicht es, die Software auch nach den 12 Monaten weiterhin zu nutzen. Das gilt für Programmierer, die ein Jahresabo oder zwölf aufeinander folgende Monatsabos abschließen.

Einen Wermutstropfen gibt es aber: Der Entwickler darf in diesem Fall lediglich die Version der Software weiter nutzen, die er bei Abschluss seines Abos erwirbt. Neue Features, die in dem Zeitraum hinzu kamen, fallen in diesem Fall wieder weg, das gilt allerdings nicht für Bugfixes und Security-Patches. Zusammengefasst kauft der Entwickler also die Basisversion einer Software und mietet neue Features dazu. Verlängert er sein Abo am Ende des Jahres oder der zwölf Monate, gehören ihm auch die neuen Features.

Treuen Kunden verspricht Jetbrains einen Preisnachlass von 20 Prozent nach 12 und von 40 Prozent nach 24 Monaten. Auch sonst haben die Entwickler an den Preisen gearbeitet und bieten vorhandenen, aber auch ehemaligen Kunden, Preisnachlässe an. Ein Blogeintrag nennt die Details und rechtfertigt auch die Entscheidung, auf ein Abomodell zu wechseln. Die Hauptmotivation sei, ein nachhaltigeres Entwicklungsmodell auf die Beine zu stellen, weil die Kundenbasis nicht unendlich wachsen könne.

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