Wie der Javascript-Fachmann John Resig von der Mozilla Corporation in seinem Blog mitteilt, können die Mozilla-Entwickler derzeit Erfolge bei der hauseigenen Script-Engine vermelden: Tracemonkey, so der Codename, bereichere die bisherige Engine Spidermonkey durch Just-in-Time-Kompilierung (JIT) zu nativem Code. Dadurch werde Javascript-Code wesentlich schneller abgearbeitet.

Die Redaktion nahm einen kurzen Javascript-Benchmark vor. Als Messinstrument diente die Benchmark-Suite Sunspider 0.9 des Webkit-Projekts. Die Kandidaten bestanden in Googles Chrome-Beta und dem jüngsten Nightly Build der Firefox-3.1-Entwicklerversion, Codename Minefield. Im Mozilla-Browser wurde über die Javascript-Variable "javascript.options.jit.content" die JIT-Kompilierung aktiviert. In Ermangelung einer Linux-Version des Chrome-Browsers (Installationsversuche unter Wine brachen nach einer Sekunde ab) fand der Test unter Windows Vista statt. Dazu kam ein Rechner mit Intel Core2-Duo-Prozessor mit 2.20 GHz Taktrate und 4 GByte RAM zum Einsatz.

Die Redaktion ließ einen Nightly Build von Firefox 3.1, Codename Minefield, gegen Google Chrome antreten.

Die Redaktion ließ einen Nightly Build von Firefox 3.1, Codename Minefield, gegen Google Chrome antreten.

Das Ergebnis: Die beiden Javascript-Engines lagen fast gleichauf, mit einem kleinen Vorsprung für das Google-Produkt. Chrome ist möglicherweise bis zu 15 Prozent schneller als die Mozilla-Software, nicht aber um Größenordnungen. Und auch dieser Befund ist wegen der Toleranzen des Sunspider-Tests nicht eindeutig. Als signifikant unterschiedlich zeigte sich jedoch die Performance der Engines in bestimmten Aufgabenbereichen: Chrome schnitt bei 3D- und Krypto-Aufgaben besser ab, Firefox bei Strings, Regular Expressions und Mathematik. Das Sunspider-Protokoll stellt Linux-Magazin Online zum Download bereit.