Ivy 2.0: Abhängigkeiten in Java-Projekten kontrollieren
Ivy ist ein Abhängigkeitsmanager, der mit dem Java-Buildsystems Ant zusammenarbeitet. 2.0 ist die erste Major-Release seit zwei Jahren.
Seit der 1.0-Version haben die Entwickler vor allem an der Maven-Kompatibilität gearbeitet. So ist der POM-Parser neu geschrieben, mit dem der Softwareprojekt-Manager Maven Daten für ein Softwareprojekt aus der XML-Datei Pom.xml (Project Object Model) ausliest. Für den Verlauf der fast zweijährigen Alpha- und Beta-Phase geben die Entwickler weiter an, dass der Umgang mit relativen Pfaden und das Cache-Handling verbessert sei. Ivy 2.0 liegt als Tar- und Zip-Archiv zum Download bereit.
Ivy stieß als Kind der Firma Jayasoft im Oktober 2007 als zweites Unterprojekt zu dem Apache-Projekt Ant. Ant ist ein für Java-Code angepasstes Pendant zu Make, das Javaklassen und XML-basierte Konfigurationsdateien statt Shell-Kommandos verarbeitet. Das Build-Tool war ursprünglich in Tomcat enthalten, um den Java-Container zu bauen. Später wurde Ant ein eigenes Unterprojekt des Java-Sammelprojekts Jakarta, weil es auch anderen Java-Projekten dienlich sein konnte, und ist inzwischen ein eigenes Apache-Projekt.
Die Apache Foundation beherbergt zur Zeit rund 70 Projekte. Unter den Apache-Projekten befindet sich unter anderem die Java-Laufzeitumgebung Harmony sowie der Java-Anwendungsserver Geronimo (beides Implementationen der Spezifikation Java Enterprise Edition 5). Auch der Servlet-Container Tomcat gehört in die Reihe der Java-Projekte, mit denen die Apache Foundation quelloffene Implementationen der Java-Spezifikationen von Sun fördert und auch schon wiederholt die Open-Source-Politik des Unternehmens in Frage gestellt hat (wir berichteten).
Die Keynotes der jüngsten Apachecon 2008 stehen im Streaming-Archiv bei Linux-Magazin Online kostenfrei zur Verfügung.





