Der Chiphersteller Intel hat erneut ein Entwicklungsprogramm für Linux gestartet. Diesmal steht Wimax im Mittelpunkt des Projekts.
Unter linuxwimax.org hat der Chiphersteller einen neuen Stack und erste Treiber für seine Wimax-Chips veröffentlicht. Basierend auf dem Standard IEEE 802.16e bietet die Technologie höhere Übertragungsraten und größere Reichweiten im Gegensatz zur herkömmlichen 802.11.x-WLAN-Technik. Wimax will der Chipkonzern auf vielen mobilen Endgeräte wie beispielsweise Notebooks, Mobile Internet Devices (MIDs) und Mobiltelefonen einsetzen.
Das neue Wimax-Stack umfasst zwei Teile. Neben dem notwendigen Kernelspace-Teil stehen auch Komponenten für den Userspace bereit. Vom Treiber werden Chips wie der Intel “Wimax/WiFi Link 5050” (Codename: Echo Peak) unterstützt. Hinzu kommt ein Userspace-Deamon und notwendige Bibliotheken sowie eine Kontrollschnittstelle. Diese gibt den Entwicklern und Anwendern Funktionen wie Netzwerk-Scan, Roaming-Management und Steuerung der Hardware an die Hand. Wimax-Stack und Wimax-Treiber sind größtenteils GPL-lizensiert. Für einige Teile des Treibers wie auch für den Wimax Network Service wurde die BSD-Lizenz gewählt. Die Geräte-Firmware steht unter der Intel Free Distribution Binary License. Ebenfalls nicht frei einsehbar ist der Supplicant. Das ist der Client, der für die Authentifizierung zuständig ist. Er liegt als nicht quelloffenes Binary vor.
Die “Intel Free Distribution Binary License” ist keine Open-Source-Lizenz. Darauf weist Intel in den FAQ hin. Der entsprechend lizensierte Teil sei nur “frei wie Bier”. Das bedeutet, der Teil ist zwar uneingeschränkt und kostenfrei nutzbar, darf jedoch nicht modifiziert oder re-engineered werden.
Umfangreiche Informationen zum neuen Wimax-Stack hält Intel auf der Projekt-Website vor. Dort stehen auch Quellpakete und die Firmware zum Download bereit.



