Open Source im professionellen Einsatz

Inoffizielles Steam-Paket für Debian veröffentlicht

05.03.2013

Ein begeisterter Steam-Nutzer namens GhostSquad57 hat ein eigenes Installationspaket für Debian Wheezy geschnürt und auf GitHub veröffentlicht. Damit soll sich der Steam-Client leichter einspielen und problemloser nutzen lassen.

131

Auf GitHub erhält man neben dem Quellcode der enthaltenen Skripte auch das fertige DEB-Paket. Im Gegensatz zu Valves originalem Ubuntu-Paket enthält diese inoffizielle Variante auch einige vom Steam-Client benötigte Bibliotheken aus Ubuntu. Diese landen bei der Installation im separaten Unterverzeichnis „/usr/lib/steam/i386-linux-gnu“. Damit der Steam-Client die dortigen Bibliotheken auch nutzt, muss man ihn über das Skript „steam-debian“ starten.

Auf Reddit bittet der Autor um Fehlermeldungen und Kommentare. Zudem weist er darauf hin, dass er seinen Installer nur als Übergangslösung sieht, bis Steam in den Debian-Repositories auftaucht. Für seine Arbeit hat GhostSquad57 neben Lob von Spielern auch Kritik einstecken müssen. Letzteres insbesondere, weil er mit seinem Installer die Lizenzbedingungen des Steam-Clients verletzt. Offiziell bietet Valve seinen Steam-Client derzeit nur für Ubuntu an.

Ähnliche Artikel

  • Steam für Linux: Offener Beta-Test

    Nach dem geschlossenen Betatest kommt jetzt die Endphase der Vorbereitungen: Ab sofort kann jeder, der Lust und Zeit hat, Steam auf Linux testen. 

  • Steam unter Linux: Erste Verkaufszahlen veröffentlicht

    In einem Blog-Beitrag verrät Spieleentwickler Lars Doucet, wie gut sich die Linux-Version seines Titels Defender's Quest bislang über Steam verkauft hat.

  • Valve wird Mitglied der Linux-Foundation

    Spieleentwickler Valve, der auch die bekannte Steam-Plattform betreibt, ist der Linux Foundation beigetreten. Derweil stagnieren die Linux-Nutzerzahlen auf Steam.

  • Valve bringt In-Home-Streaming für Steam

    Mit Hilfe von In-Home-Streaming möchte Valve aufwändige Spiele, die nur auf einem High-End-Rechner laufen, auch auf schwächeren Geräten im Haus spielbar machen, etwa auf Laptops. Das Hosting funktioniert zur Zeit nur mit Steam für Windows, als Clients lassen sich aber Linux und andere Plattformen einsetzen.

  • Wine verbessert 3D- und MAPI-Unterstützung

    Am Wochenende hat das Wine-Projekt eine neue Version seines Windows-Emulators freigegeben. Neben den zahlreichen, obligatorischen Fehlerkorrekturen gibt es Fortschritte bei der Direct3D-10-Schnittstelle, sowie erstmals Unterstützung von OpenAL.

comments powered by Disqus

Ausgabe 11/2014

Digitale Ausgabe: Preis € 6,40
(inkl. 19% MwSt.)

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.