Open Source im professionellen Einsatz

Initiative botfrei schaut zurück

03.03.2015

Trotz Aufklärungsarbeit und kostenloser Sicherheitssoftware sind die Zahlen alarmierend: Erstmals stieg 2014 im Jahresdurchschnitt die Zahl der mit Botnetz-Software infizierten Rechner wieder auf 40 Prozent.

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Das ist das Ergebnis der mehr als 220.000 vom Anti-Botnet-Beratungszentrum (www.botfrei.de) gescannten Rechner. Die so genannten „Zombierechner“ können als Teil eines Botnetzes unbemerkt von Cyberkriminellen ferngesteuert und so für den Spam-Versand oder Denial-of-Service-Angriffe genutzt werden.

Erstmals seit der Arbeit des Anti-Botnet-Beratungszentrums registrieren die Experten 2014 einen Anstieg der mit Botnetz-Schadsoftware infizierten Systeme. Mehr als 220.000 Rechner wurden im Jahresverlauf untersucht, bei rund 40 Prozent wurde Trojaner-Software entdeckt. Neben dem mangelnden Schutz der Rechner wurde bei etwa 80 Prozent festgestellt, dass der installierte Browser samt seiner Erweiterungen veraltet war. Zusammen bietet das Schadsoftware ein Einfallstor, häufig ist der erste Schädling erst der Anfang einer umfangreichen Infektion. Auf den im Jahresverlauf mehr als 92.000 verseuchten Systemen wurden knapp 725.000 infizierte Dateien entdeckt.

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