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In eigener Sache: Programmierwettbewerb geht in die heiße Phase

Beim Würfel-Programmierwettbewerb, den die Redaktion des Linux-Magazin in Ausgabe 09/2010 ausgeschrieben hat, gehen die teilnehmenden Bots in die heiße Phase des Trainings. Über 950 Teilnehmer haben bereits ihr Glück versucht. Wegen großem Andrang haben die Ausrichter jetzt ihre Server aufgerüstet.

Bei dem Wettstreit selbstgeschriebener Programme geht es darum, beim Würfelspiel als erster 50 Punkte zu erzielen. Dabei zählen die mit einem Würfel geworfenen Augen solange zusammen, wie keine Sechs fällt. Um den Absturz auf Null abzufedern, darf ein Spieler freiwillig an seinen Mitspieler abgeben. Die bis dahin geworfene Summe ist dann gesichert.

Was auf den ersten Blick einfach erscheint, hat bislang mehrere hundert Entwickler und Skriptschreiber angelockt, um ihre Kenntnisse in angewandter Stochastik und Programmierung zu testen. Sie diskutieren im Wettbewerbs-Wiki ihre Strategien, geeignete Programmiersprachen und Netzwerkoptimierungen.


			Die C++-Implementierung "Dice or Die" löst als Version 0.8 den bisherigen Perl-Server ab. Das multithreadded Qt-Programm ist in der Lage rund zehnmal mehr Spielpaarungen zu verwalten als bisher.

Die C++-Implementierung "Dice or Die" löst als Version 0.8 den bisherigen Perl-Server ab. Das multithreadded Qt-Programm ist in der Lage rund zehnmal mehr Spielpaarungen zu verwalten als bisher.

Der Gameserver der Redaktion war ursprünglich in Perl geschrieben, Watchdog und Monitoring als Bashskripte verfasst. Da der Server bislang nur ein Match gleichzeitig bearbeitete, bildete sich oft eine lange Schlange an Spielern. Seit heute, 26. August 2010, läuft mit der Version 0.8 ein neuer Server, der auf dem Code des Teilnehmers Solarix beruht. Der C++-Server setzt auf Qt auf und kommt sogar mit einer grafischen Oberfläche, in der sich die aktuellen Spielstände beobachten lassen (siehe Bild).

In der Zwischenzeit sind bereits mehrere GByte an Logfiles angefallen, die die Veranstalter in unregelmäßigen Abständen als Tabellen im Wiki veröffentlichen. Der Trainigsbetrieb läuft noch bis zum 12. September. Bis dahin können Teilnehmer ihren Code einschicken. Alle Einsendungen treten anschließend im Turniermodus mehrfach gegen alle anderen Mitspieler an. Dem Gewinner winkt ein Ben Nanonote als erster Preis. Für die weiteren Plätze auf dem Treppchen gibts jeweils eine sechskernige Hardware-Würfelappliance samt Case in hochwertigem Leder-Finish.

Der Artikel zum Wettbewerb ist bei Linux-Magazin Online frei zugänglich.

(Nils Magnus)
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