Sun Microsystems bringt unter dem Namen OpenSSO Enterprise eine eigene Lösung zum Identitätsmanagement. Die Software ist als Open Source freigegeben, mit zusätzlichem Support und Dienstleistungen wird daraus das Sun-Produkt.
Die Abkürzung SSO steht für Single Sign On, den Zugang zu verschiedenen Diensten mit nur einem Passwort. Unter dem neuen Namen Open SSO hat Sun Microsystems die Sun-Projekte Sun Java System Access Manager und Sun Java System Federation Manager zusammengefasst und auf einer eigenen Community-Seite veröffentlicht. Die nächste Version der kombinierten Softwarepakete soll unter der Bezeichnung Federated Access Manager 8.0 veröffentlicht werden. Die Software bietet Identitätsmanagement und soll Anwendern mit nur einer einzigen Kennung auch über verschiedene Anwendungen und Firmennetze hinweg den Zugang zu seinen Daten verschaffen. Mit dem Begriff Federation bezeichnet Sun Microsystems Netzwerke, die zu einem Verbund zusammengeschlossen werden. Das Unternehmen wirbt damit, dass mit dem Federation Manager vertrauenswürdige Domains in umfangreichen Partnernetzwerken sowie beliebig wiederverwendbare Sicherheitsmechanismen für die nahtlose Authentifizierung und Zugriffskontrolle in heterogenen Partnerumgebungen implementiert werden können.
Unter der Produktbezeichnung Open SSO Enterprise bietet Sun Microsystems zusätzlichen Support für die Software, rechtliche Absicherung (Indemnification) und Dienstleistungen für die Software. Kunden können sich für eine Lizenz für das Komplettpaket entscheiden, oder nur die so genannte Federation-Lösung wählen. Der Einstiegspreis für das Komplettpaket beginnt bei 40.000 US-Dollar für Unternehmen mit bis zu 25.000 Anwendern, das Federation-Paket kostet in der kleinsten Variante 20.000 US-Dollar.
Mit der Freigabe der Software setzt Sun seine Open-Source-Strategie fort, die das Software-Unternehmen unter der Leitung von Jonathan Schwartz verstärkt verfolgt. Hierbei ist die Sun-Lizenzierung als Mischung aus Open-Source- und proprietären Lizenzen durchaus komplex; erst kürzlich sah sich der Open-Source-Beauftragte des Unternehmens, Simon Phipps, zu Erläuterungen veranlasst (Linux-Magazin Online berichtete).
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele
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