Ingres hat die Open-Source-Datenbank Icebreaker vorgestellt, die mit einem minimalen Linux-Betriebssystem integriert ist.
Die Datenbank enthält laut Hersteller nur jene Bestandteile des Betriebssystems, die für die Datenbank nötig sind. Die für die Integration von Datenbank und Betriebssystem nötige Technologie stammt von rPpath. Die rPath-Distribution baut auf dem verteilten Software-Managementsystem Conary auf. Der jetzt vorgestellte Software-Stack soll die Installation und Verwaltung des Systems deutlich erleichtern.
Ingres liefert für Datenbank und Betriebssystem Support und Patches. Zudem hofft der Anbieter, dass Dritthersteller zusätzliche Applikationen auf der Basis von Icebreaker auf den Markt bringen. Als wünschenswerte Zusätze empfindet der Hersteller etwa Reporting- oder Business-Intelligence-Funktionen.
Ingres selbst will im Laufe dieses Jahres selbst weitere Applikationen für die Datenbank veröffentlichen. Icebreaker steht unter der GPL und soll auf jedem x86-kompatiblen Linux-Server lauffähig sein. Kostenpflichtige Maintenance-Verträge für Icebreaker sollen zum gleichen Preis wie für Ingres-Datenbanken verfügbar sein.
Das Projekt Icebreaker ist das erste eigenständige Produkt von Ingres, seitdem es im Jahr 2005 als Spin-Off aus dem IT-Unternehmen Computer Associates ausgegliedert wurde.
Auch beim Datenbankhersteller Oracle gab es Bestrebungen, ein Datenbanksysteme mit einem Betriebssytem zu koppeln, als Kandidat galt Solaris von Sun Microsystems. Das Projekt wurde im Jahr 2000 unter dem Namen "Raw Iron" angekündigt, blieb jedoch unvollendet.
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