Open Source im professionellen Einsatz

IPfire-Projekt startet Crowdfunding-Wishlist

08.11.2012

Das beliebte Open-Source-Firewall-Projekt Ipfire hat eine Crowdfunding-Plattform ins Leben gerufen, auf der freiwillige Spenden für eine Wunschliste an Erweiterungen abgegeben werden können.

251

IPfire (das Linux-Magazin berichtete in Ausgabe 10/12) hat in letzter Zeit dem ehemaligen Platzhirsch IPcop viele User abwerben können. Das liegt nicht nur an der schnelleren Entwicklung mit zügigen Releases und Patches, sondern auch an diversen Add-ons. Und genau da will das Open-Source-Projekt jetzt weiter punkten: Eine Wunschliste habe man ins Leben gerufen, wo die Anwender mit Spenden die Entwicklung der von ihnen bevorzugten oder gewünschten Features beschleunigen können, meldet eine Pressemitteilung des Firewall-Projekts.

Die Frage "Was ist das und wieso brauchen wir das?" beantwortet das Team dort gleich selbst: "Wir haben keine Unternehmen, die uns regelmäßig finanziell unter die Arme greifen. Wir sind ein Team von Freiwilligen, die an diesem Projekt in ihrer Freizeit arbeiten. Im Laufe der Zeit hat das Projekt an Größe gewonnen und benötigt natürlich eine dementsprechende Infrastruktur, um funktionieren und unsere täglichen Aufgaben bewältigen zu können." Auch die Entwicklertreffen kosteten Geld, das bisher hauptsächlich von den Developern selbst stamme.

Fast die Hälfte der Installationen im Business-Umfeld

Ihrer Hoffnung nach Spenden begründen die Entwickler mit der Enterprise-Tauglichkeit der Software: Weil IpFire "viele Funktionen beinhaltet, die in Enterprise-Umgebungen und Unternehmen gefragt sind, vermuten wir, dass in etwa die Hälfte aller weltweit aktiven IPFire-Installationen, in solchen Umgebungen betrieben werden. Üblicherweise würden bei Benutzung einer kommerziellen Lösung, die einen ähnlichen Funktionsumfang wie IPFire hat, hohe Lizensgebüren anfallen – IPFire wird auch künftig, kostenlos genutzt werden können!"

Ähnliche Artikel

  • Kommt Copfilter für IPfire?

    Die Community des IPcop-Addons Copfilter überlegt, den Traffic-Filter auf die Firewall-Lösung IPfire zu portieren. Offenbar versprechen sich die Entwickler dadurch bessere und schnellere Entwicklungsbedingungen.

  • Firewall IPfire möchte Tor integrieren

    Angesichts der umfassenden Überwachung des Internet durch Geheimdienste sammelt die Firewall-Distribution Spenden, um das Anonymisierungsnetzwerk Tor einzubinden.

  • IPFire 2.13 Core Update 75 mit Bugfixes

    Das IPFire-Projekt hat das Core-Update 75 für Version 2.13 seiner Firewall-Distribution veröffentlicht. Es bringt dringende Bugfixes mit.

  • IP-Fire

    Die schlanke Linux-Distribution IP-Fire ist für den Betrieb als Firewall zugeschnitten, der Admin richtet sie komfortabel über eine Weboberfläche ein. Die neue Version kann unter anderem den Netzwerkverkehr auf Basis geografischer Daten filtern.

  • IPfire bringt Security-Fix und neues Feature

    Die Entwickler der Firewall-Distribution IPfire haben mit 2.11 Core Update 56 eine Sicherheitsaktualisierung veröffentlicht.

comments powered by Disqus

Stellenmarkt

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.