Open Source im professionellen Einsatz

IPFS hat Großes vor

08.12.2016

Das IPFS-Projekt will das Netz dezentralisieren, alle Inhalte wie mit Git archivieren und das Ganze mittels P2P-Technologie schneller zugänglich machen. Nun sucht das Projekt Tester, die große Dateien einspeisen und dem Projekt über ihre Erfahrungen damit berichten.

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In einem "Call for Participants" bietet IPFS-Entwickler Matt Zumwalt an, große Dateien testweise in das Netzwerk des IPFS mit aufzunehmen. Groß heißt in diesem Fall, sie sollten ein Terabyte oder größer sein und keine sensiblen Daten enthalten. Zugleich sollten die Besitzer der Dateien die Bereitschaft mitbringen, sich an den Tests zu beteiligen. Man wolle im ersten Quartal 2017 offiziell eine Initiative starten, um in dem Netzwerk auch solche Riesendateien zu handhaben.

Ziel sei es, in einem Test-Netzwerk zu experimentieren. Zusammen mit den Besitzern wolle man eine Reihe von Experimenten entwerfen, um zu sehen, wie gut IPFS die Anforderungen der Dateibesitzer unterstützt. Dazu gehört es auch, ganz simpel Dateien an einer Stelle in das Netzwerk zu schreiben und die Resultate an anderer Stelle zu lesen und zu verifizieren. In der Theorie zerlegt das Netzwerk die Dateien in kleine Chunks, die es auf den beteiligten Rechnern lagert und bei einer Abfrage wieder neu zusammenfügt.

Das Projekt will die Use Cases und User Stories sammeln und basierend auf dem Feedback mit dem Entwickeln von Features und Funktionen fortfahren. Das Feedback bezieht sich auf Bugs im System, auf Dokumentationslücken, und das Benutzererlebnis. Zugleich will das IPFS-Projekt generell wissen, wo die Probleme der Dateibesitzer im Umgang mit Riesendateien liegen. Interessierte können sich über den Issue-Tracker des Projekts melden.

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