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IDC: Tablets brachten PC-Markt ins Schleudern

26.01.2011

Die Tablet-Konkurrenz sorgte dafür, dass es im Vergleich zu 2009 im Abschlussquartal 2010 nur noch einen moderaten Anstieg um 2,4 Prozent bei den verkauften Desktop-Rechnern gab. Insgesamt betrug 2010 der Wachstum aber gute 13 Prozent.

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Westeuropas Hersteller von Consumer-PCs gehören in IDCs EMEA-Marktübersicht zu den Verlierern: Das Jahr 2010 verlief hier insgesamt mit einem Rückgang der verkauften Einheiten um sieben Prozent schwach. Im Weihnachtsquartal sah es aufgrund der Tablet-Manie mit minus 10 Prozent noch schlechter aus. Am schlimmsten traf es die Netbooks mit fast 30 Prozent weniger Abverkauf. Konventionelle Rechner fragten die Käufer um 20 Prozent weniger nach. Vergleichsweise glimpflich ging es mit nur einem halben Prozent Wachstum für die Notebooks aus. Am besten schlugen sich die All-in-one-Rechner mit knapp zwei Prozent mehr verkauften Exemplaren.

Die Sparte Business-PCs schnitt in Deutschland und Frankreich vor allem im Vergleich zu Spanien und England immerhin leidlich ab. Sowohl die Zuwächse als auch die Rückgänge liegen bei undramatischen wenigen Prozent. Ganz anders sieht es im Osten aus: Die sogenannte CEMA-Region mit dem ehemaligen Ostblock, dem nahen Osten und Afrika legte im letzten Quartal 2010 ein Wachstum um fast 22 Prozent auf 12,3 Millionen verkaufte Rechner hin. Den größten Absatz gab es in Osteuropa für Notebooks (plus 27 Prozent). Immerhin als "gesund" bezeichnet IDC die hier um 10 Prozent gestiegene Nachfrage nach Desktop-PCs.

Hersteller-Hitliste für das Gesamtjahr 2010 im Vergleich zu 2009. Quelle: IDC.

In Europa, dem nahen Osten und Afrika gingen 2010 insgesamt rund 110 Millionen Rechner über den Ladentisch. Die Position als größter PC-Hersteller in der EMEA-Region behauptet Hewlett-Packard (22 Millionen verkaufte Rechner). Vor allem durch seinen Absatz im Business-Bereich legte der Hersteller im gesamten Jahr gut 12 Prozent mehr Verkäufe hin, was sich jedoch insgesamt nicht wesentlich auf den Marktanteil von knapp über 20 Prozent ausgewirkt hat.

Dicht an zweiter Stelle folgt Acer (20 Millionen verkaufte Einheiten), das vor allem im Subnotebook-Bereich starken Rückgang hinnehmen musste: Im Weihnachtsquartal war es das einzige Unternehmen mit negativem Wachstum, und dann auch noch minus 20 Prozent im Vergleich zu Weihnachten 2009. Der Marktanteil sank insgesamt von 20 auf 18,7 Prozent. Damit bleibt Acer aber weit vor Dell. Die Dells (zehn Millionen verkaufte Rechner) bleiben zwar solide - laut IDC aber nur dank Expansion in die Wachstumsmärkte des nahen Ostens und Afrikas. Trotz mehr verkaufter Geräte bleibt der Marktanteil bei etwas unter zehn Prozent.

Blickt man hinter die Top drei, hat sich Asus während des Jahres 2010 mit fast verdoppelter Stückzahl im Verkauf sehr ins Zeug gelegt - übrigens ausgerechnet im kauffaulen Westeuropa. Der Marktanteil stieg deshalb insgesamt von 6,5 auf 8,4 Prozent.

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