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IDC: Mehr Umsatz mit Linux-Servern im Quartal IV/2007

29.02.2008

Sowohl Linux-Server als auch Unix- und Windows-Systeme legten im vierten Quartal 2007 zu. Das zeige, dass sie gleichermaßen gefragt und echte Konkurrenten sind, meint IDC.

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Der Umsatz mit Linux-Servern überschritt im Quartal IV/2007 zum ersten Mal die Marke von zwei Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Ende 2006 ist er um knapp 12 Prozent gewachsen. Der Anteil am Gesamtumsatz mit Servern beträgt Ende 2007 für Linux-Systeme knapp 13 Prozent, ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz mit Unix-Servern ist nur wenig gewachsen: um 1,5 Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar. Unix-Server halten genau ein Drittel am weltweiten Server-Markt (33,3 Prozent). Der Umsatz mit Windows-Servern (knapp 6 Milliarden US-Dollar) ist in im Quartal IV/2007 weniger gewachsen als der mit Linux, allerdings stellt er den höchsten Quartalsumsatz dar, der je erzielt wurde: Er hält fast 37 Prozent am Gesamtumsatz mit Servern.

Der starke Umsatz mit Unix-Servern sei vor allem auf IBMs p-Systeme zurückzuführen. "IBMs Power-RISC-Technologie bleibt die treibende Kraft der anhaltenden Investitionen in Unix-Systeme", erklärt der Chef für Enterprise Computing bei IDC, Steve Josselyn, in der Mitteilung.

Insgesamt ist der Umsatz im Servermarkt im vierten Quartal 2007 um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum angestiegen. Damit ist das Quartal IV/2007 schon das siebente in Folge, das von Wachstum gekennzeichnet ist. Insgesamt setzten die Server-Hersteller im Jahr 2007 54,4 Milliarden US-Dollar um, 3,6 Prozent mehr als 2006. Das ist der höchste Umsatz seit dem jahr 2000. Die Stückzahl stieg noch höher, auf acht Millionen Stück, was einem prozentualen Wachstum von 6,7 entspricht.

Tragend für die Wachstumsbewegung im vierten Quartal war das Segment der Speichersysteme, die KMUs und große Unternehmen gleichermaßen nachfragten. Negativ hingegen verlief zum vierten Mal in Folge die Quartals-Einkommenskurve der mittelgroßen Server (minus 0,5 Prozent gegenüber QIV/2006), und noch negativer die der High-End-Systeme (minus 5,7 Prozent gegenüber QIV/2006).

Marktführer bei den Server-Verkäufern war zum Ende des Jahres 2007 IBM mit fast 40 Prozent Anteil am Umsatz, gefolgt von Hewlett-Packard mit knapp 30 Prozent. IBM hat dabei 0,5 Prozent hinzugewonnen, HP 6,3 Prozent. IBM-Verkaufsschlager sind die System-x- und System-p-Server. HP schaffte den Zugewinn mit Proliant- und Integrity-Servern. Den dritten Platz teilen sich Dell und Sun mit jeweils rund 10 Prozent Marktanteil. Dells Umsatz legte um knapp sieben Prozent zu, während Sun 2,4 Prozent einbüßte.

Zahlen über den Server-Markt für das ganze Jahr 2007 legten kürzlich die Marktforscher von Gartner vor, siehe Meldung auf Linux-Magazin Online.

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