IDC: Europas PC-Markt zehrt von Netbooks

Der US-Marktforscher IDC hat in vorläufigen Zahlen dem europäischen PC-Markt im vierten Quartal 2008 ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresabschnitt bescheinigt und damit ein schwaches Wachstum bei den verkauften Geräten.

Die in der Vergangenheit regelmäßig mit zweistelligen Zuwächsen gesegnete EMEA-Region sieht IDC zweigeteilt: Passable Nachfrage in Westeuropa, schlechte in osteuropäischen Ländern. Russland und die Ukraine nennen die Analysten als Beispiele dafür.

Die starke Nachfrage nach portablen Geräten, insbesondere im Weihnachtsgeschäft, hat das Quartalsergebnis positiv beeinflusst, auch wenn die Desktops teilweise von Kannibalisierungseffekten durch die Mobilen betroffen sind. Den Netbooks gibt IDC auch im Jahr 2009 gute Marktchancen. Die herkömmlichen Notebooks und PCs dagegen müssen wohl Federn lassen. IDC macht dafür unter anderem zögerliche Investitionen der Unternehmen als Reaktion auf die Finanzkrise verantwortlich.

Bei den Herstellern hat HP seine Vorherrschaft im dritten Quartal mit einem Wachstum von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal behauptet. Acer folgt dann vor Dell und Asus. Der Netbook-Erfinder Asus hat seine Verkäufe – auch dank Netbooks – im Quartalsvergleich um rund 79 Prozent gesteigert. Dell tritt mit plus 0,4 Prozent dagegen auf der Stelle. Toshiba liegt mit einem Plus von 42 Prozent auf Rang fünf.

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