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Hyperledger Fabric: Blockchain-Framework erreicht Version 1.0

12.07.2017

Hyperledger Fabric, ein Projekt der Linux Foundation, gelangt als erstes von mehreren Hyperledger-Unterprojekten zur Produktionsreife. Die Version 1.0 des Blockchain-Frameworks soll es Unternehmen erlauben, eigene Blockchain-basierte Anwendungen und Produkte zu entwickeln.

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Im März verließ Hyperledger Fabric als erstes von acht Hyperledger-Projekten die Inkubationsphase, insgesamt haben laut der Ankündigung bis heute rund 160 Entwickler zur Software beigetragen, davon 35 unabhängige, die also nicht zu den 27 Hyperledger-Fabric-Unterstützerfirmen und -Organisationen gehören.
 
Hyperledger Fabric bietet dabei eine modulare Architektur an, die sich im Plug-&-Play-Verfahren um verschiedene Dienste erweitern lässt, die sich zum Beispiel um die Konsensfindung kümmern und festlegen, wer welche Rechte an einer bestimmten Blockchain hat. Die Anwendungslogik wird über so genannten Chaincode implementiert. Dabei handelt es sich um Smart Contracts, die Hyperledger mit Hilfe von Containertechnologie hostet. Der Betreiber des Ledgers kann zum Beispiel genau festlegen, welche Partner welche Informationen einsehen dürfen, was unter anderem beim Umgang mit verschiedenen Preisen eine wichtige Rolle spielt.

Mit Version 1.0 geht dem Projekt allerdings die Arbeit nicht aus. So arbeiten die Entwickler von Hyperledger Fabric an Algorithmen zur Byzantinischen Fehlertoleranz. Auch eine Integration mit anderen Hyperledger-Projekten streben die Macher an. Sawtooth ist eine modulare Plattform, um verteilte Ledger zu bauen und zu betreiben. Iroha ist ein einfacher verteilter Ledger. Burrow verheiratet Hyperledger mit der Ethereum Virtual Machine und Indy soll schließlich digitale Identitäten auf die Blockchain bringen.

Daneben will man SDKs für Go und Python anbieten, Support für Java und weitere Sprachen ergänzen, mit denen sich Chaincode programmieren lässt. Ein Kubernetes-Deployment steht ebenso auf der Agenda wie funktionierende Installer für verschiedene Plattformen. Nicht zuletzt wollen die Entwickler an der Performance schrauben und die CI-Pipeline mit Hilfe zusätzlicher Tests verbessern. Der Code zum Projekt steht auf Github zur Ansicht (Read-only) bereit. Das Projekt verwendet Gerrit zur Softwareverwaltung und Jira für Issues.

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