Zur Einweihung bekommt der Computer namens Jugene Besuch von der Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan und dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers. Mit den beiden Vertretern aus der Politik sind auch die Sponsoren des Rechners paritätisch vertreten: Bund und Land teilen sich die Kosten.

Seinen Arbeitsplatz hat Jugene in Jülich im "Gauß Centre for Supercomputing" (GCS) gefunden. Wenn im Juni die nächste Top500-Liste der 500 schnellsten Rechner veröffentlicht wird, soll Jugene dort einen Platz unter den ersten Fünf einnehmen. Neben Benchmarkmessungen hat der mit 73.000 PowerPC-Prozessoren (295.000 Cores) bestückte Supercomputer auch nützliche Einsatzgebiete für Simulationen in den Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Astronomie, Materialwissenschaften und Umweltwissenschaften.

Der Hersteller IBM nutzt die Maschine ebenfalls für die Forschung und kooperiert mit Jülich als Pilotanwender bei der Entwicklung von Exaflop-Rechnern.

Wie berichtet kommt auf Jugene ein von IBM entwickelter Compute Node Kernel (CNK) zum Einsatz, der als "Linux-like" beschrieben wird. Auf dem Einwahlknoten dagegen läuft eine Linux-Distribution.

Ein Supercomputer macht viel Arbeit: Aufbau des Petaflopkomplexes des Rechners Jugene in Jülich (Bild: fz-juelich.de)

Ein Supercomputer macht viel Arbeit: Aufbau des Petaflopkomplexes des Rechners Jugene in Jülich (Bild: fz-juelich.de)