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Grünes Licht: Open Suse 10.3 ist da

Sieben Monate nach der ersten Alpha-Version haben Novell und die Community es planmäßig geschafft. Die neue freie Suse-Distribution kommt mit KDE-Preview, One-Click-Installation, dem neuem Paketmanagement Libzypp und selbstgemachtem S(a)use-Bootprozess.

Das neue Installationsprogramm Instlux erlaubt eine Installation aus einer Windows-Sitzung heraus. Hinter der neuen One-Klick-Installationstechnologie verbirgt sich ein einfach zu bedienendes Tool, mittels dessen Programme mit nur einem Klick installierbar sein sollen. Es ist im überarbeiteten Online-Build-Service von Opensuse.org integriert. Die Versionen der wichtigsten Programme und Tools im Überblick: Kernel 2.6.22.5, Gnome 2.20, KDE 3.5.7 und KDE 4.0 Beta 2, Firefox und Thunderbird 2.0.0.6, Open Office 2.3, Libzypp 3.24, Cups 1.2.12, Gimp 2.4rc3 (unstable), Xinelib 1.1.7, Compiz 0.5.4, Glibc 2.6.1, Qt 4.3.1, Wine 0.9.4.4, Gcc 4.2.1, Xen 3.1, VirtualBox 1.5 und Pidgin 2.1.1.

Weitere Neuheiten: Open Suse 10.3 bootet schneller als die Vorgänger. Die Tests mit Zeitübersichten sind online einzusehen. Der GC-Compiler ist mit der Option "-fstack-protector" versehen, die Pufferüberläufe verhindern soll. Das Linux Unified Key Setup (LUKS) kommt standardmäßig für verschlüsselte Partitionen zum Einsatz. Und Open Suse 10.3 unterstützt das MP3-Format für die Standard-Mediaplayer Banshee (v0.13.1) und Amarok (v1.4.7).

Die Paketmanagement-Bibliothek Libzypp ersetzt den bisher verwendeten Zenworks Management Daemon (ZMD). Libzypp soll Programmabhängigkeiten besser auflösen und ein schnelleres Handling der Paketdownloads ermöglichen. Dazu werden zum Beispiel einheitliche Aliase für Repositories benutzt. ZMD steht aber für die Suse-Enterprise-Produkte weiterhin zur Verfügung. Systemintern ist Gnome vom Verzeichnis für zusätzliche Software "opt" in das Verzeichnis für System-Ressourcen "/usr" umgezogen, was einer Aufwertung des Desktops gleichkommt.

Opensuse.org hält zur Installation diverse CD-, DVD- und Deltaversionen bereit. Auch Mini-Distributionen und Gnomw- bzw- KDE-Verrsionen gibt es, dazu Sprachen-CDs und Non-OSS-CDs. Die Downloadseite bietet die Qual der Wahl.

(Anika Kehrer)
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