Open Source im professionellen Einsatz

Groupware Zarafa wird Open Source

18.09.2008

Das niederländische Unternehmen Zarafa gibt seine gleichnamige Groupware als Open Source frei.

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Geht es nach den Vorstellungen des Unternehmens, soll dieser Schritt dazu beitragen, der MS-Exchange-Konkurrenz Marktanteile abzukaufen. Die Groupware liefert einen Ajax-basierten Webclient und wirbt mit Unterstützung für Microsofts Outlook sowie Kompatibilität zur Microsoft-Schnittstelle MAPI und ActiveSync. Zweiteres ermöglicht Datensynchronisation beispielsweise mit Windows Mobile, Iphones sowie mit Nokias Mail für Exchange.

Zarafa stellt den Quellcode seiner Groupware unter die Affero GPL v3, eine Variante der General Public License (GPL) speziell konzipiert für Netzwerksoftware: Das Unternehmen veröffentlicht in einem eigenen Community-Bereich auf seiner Webseite die Quellen für den Zarafa Server, die neue Schnittstelle (API) für Web-Dienste Z-Merge, das Zarafa-Gateway für IMAP, POP3 und iCAl, die Zarafa-Konsole zur Administration und Zarafa Webaccess.

„Eine starke Technologie-Community hat sich im letzten Jahr entwickelt, an der sich jede Woche mehr als 1000 Spezialisten und Entwickler beteiligen," sagt Zarafas CEO Brian Joseph. „Duirch die Zusammenarbiet mit dem Projekt OpenMapi wird es in naher Zukunft mit weiteren Plattformen kompatibel werden." Damit verweist er auf das Teamprojekt mit den Unternehmen Wilken, Topalis und VIPcom AG. In dem frisch gegründeten Open Source Projekt arbeiten die Unternehmen gemeinsam an Open-Source-Bibliotheken für eine MAPI-basierte Schnittstelle (Linux-Magazin Online berichtete).

Die Zarafa-Software-Pakete mit Dokumentation stehen auf der Unternehmenswebseite zum Download zur Verfügung.

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