Greylite ist kein Patch für den Mailserver, sondern fügt sich in die Qmail-Chain ein. Voraussetzungen sind die Datenbank Sqlite 3 sowie der Betrieb von Qmail unter dem Superserver Tcpserver, der auf eingehende Verbindungen lauscht und ähnlich wie Tcpwrapper Zugangsbeschränkungen kennt.

Greylite folgt dem Greylisting-Prinzip, jeden Zustellversuch bei der ersten Anfrage zu verweigern. Reguläre MTAs stellen erneut zu, Spammer und Würmer in der Regel nicht - daher eignet sich Greylisting zur Spambekämpfung. Um legitime Mails nicht unnötig zu verzögern, verwendet Greylite eine abgewandelte Variante: Jene Server auf der Gegenseite, die den Test einmal bestanden haben, kommen auf eine Positivliste und dürfen in Zukunft ungehindert zustellen.

Das Programm steht im C-Quelltext unter der revidierten BSD-Lizenz auf der Projekt-Homepage zum Download bereit. In den wenigen Tagen seit Veröffentlichung von Version 1.0 hat der Entwickler bereits Verbesserungen vorgenommen: Greylite wartet nun nicht mehr endlos, wenn die Gegenseite nicht reagiert, veraltete Requests werden aus der Datenbank entfernt.