Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  NEWS  »  Greg KH schlägt neue Versionsnummern für den Linux-Kernel vor  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark

Greg KH schlägt neue Versionsnummern für den Linux-Kernel vor

Greg Kroah-Hartman, Linux-Entwickler bei Novell, hat auf der Kernel-Mailingliste ein neues Schema zu Benennung von Kernel-Releases vorgeschlagen. Es enthält unter anderem die Jahreszahl.

Kroah-Hartman schreibt, er habe diesen Vorschlag eigentlich bereits auf dem Kernel-Summit 2008 im September einbringen wollen, was er jetzt nachhole. Er habe ständig mit den Versionsnummer zu tun und finde das derzeitige Schema furchtbar.

Sein Vorschlag: Künftige Versionen des Linux-Kernels erhalten ihre Versionsnummern nach dem Schema Jahreszahl.Nummer.Minor-Release. Demnach erhielte die erste Release des kommenden Jahres die Nummer 2009.0.0, die zweite die Nummer 2009.1.0 und so fort. Sei ein Schema ohne Nullen gewünscht, könne man auch bei 2009.1.1 beginnen, meint Kroah-Hartman.

Der Novell-Entwickler nennt als Vorteil seiner Lösung, dass das Alter des Kernels aus der Versionsbezeichnung ersichtlich wäre: Kernel 2.6.9 beispielsweise würde 2004.9.0 heißen.

Derzeit folgt die Versionsbezeichnung dem Schema 2.Major-Release.Minor-Release.Extraversion. Kernel-Makros und Skripte, die mit der Major- und Minor-Nummer arbeiten, ließen sich ersetzen, beruhigt Kroah Hartman mögliche Kritiker in seiner E-Mail.

Zu den ersten Reaktionen gehört die von H. Peter Anvin: Er findet es am einfachsten, wie bisher die Extraversion mit 27, 28, 29 hochzuzählen. Den inzwischen bedeutungslosen Bestandteil 2.6 würde er aber gerne abschaffen und durch 3.0, 3.1, möglicherweise auch durch die einfache Folge 3, 4 und so weiter ersetzen.

Adrian Bunk dagegen warnte vor raschen Entschlüssen. Ein Änderung würde nicht nur den Kernel und seine Tools sondern auch zahlreiche Userspace-Programme betreffen, die die Versionsnummer des Kernels verarbeiten, beispielsweise durch einen Aufruf von "uname -r". Als Beispiel bringt er einen Auszug aus dem Konfigurationsskript der OpenSSL-Bibliothek.

(Mathias Huber)
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Greg KH: Ein Kernel-Entwickler als Mail-Schleuder
Opensuse-Manager Brockmeier über Greg KHs Canonical-Kritik
Gnome 3 kommt im September 2010
Erklärung der Kernel-Entwickler gegen Closed-Source-Treiber
Dada Mail 4.0.0 bringt Empfängerprofile
Kritik an Kroah-Hartmans Treiber-Angebot
Whitepaper
The Role of Open Source in Data Integration

Obwohl in den letzten Jahren viele technische Fortschritte erzielt werden konnten, verfügen die meisten Datenintegrationsprozesse nach wie vor nur über eine sehr begrenzte Automatisierung. Das vorliegende White Paper von dem Industry Analyst Mark Madson wird zunächst ein grundlegendes Verständnis von Daten Integration vermitteln, die Vorzüge von Open Source Lösungen für Daten Integration erläutern und Ihnen professionelle Empfehlungen geben, damit Sie Ihre Integrationsjobs noch einfacher und produktiver gestalten können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele (Folge 2)

Der zweite Teil des Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele White Papers beleuchtet anhand weiterer ausgewählter Case Studies die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (3)
von
M. Junker,
21.10.2008 22:22
Jo
Grundsätzlich finde ich diesen Vorschlag sehr gut. Die Argumente greifen.

Allerdings nur, wenn die Sachzwänge für das Umfeld mit wenig Aufwand lösbar sind.
von
Sepperl,
21.10.2008 19:22
Und dann?
Und dann, was hat der Anwender davon wenn er weiß welcher Jahrgang sein Kernel ist?
von
UbuntuuserT.T,
17.10.2008 14:45
Alter des Kernels
Ich faende das Super wenn man als nicht Fachmann auch weiss was diese Kernel Nummer bedeutet.

Leider ist mir in keiner Weise klar wieviel Arbeitsstunden diese Aenderung nach sich ziehen wuerde um alle Versionsnummern abfragen in den diversen Applicationen zu aendern.

Ich finde das ist eine gute Idee und wuerde Linux ein wenig anwenderfreundlicher machen da ich mit der Kernelnummer so wie sie jetzt ist wenig anfangen kann

Thomas