Open Source im professionellen Einsatz

Grau Data und SSP arbeiten an sicherer Wolke

27.08.2012

Der Archivspezialist Grau Data stößt in die Wolke vor und bringt zusammen mit der Regensburger Security-Firma SSP Europe eine Cloudsoftware für den Einsatz in Unternehmen auf den Markt. Das Ganze ähnelt Dropbox, wird aber unter einer Open-Source-Lizenz stehen und den Schwerpunkt auf Sicherheit der Daten und des Zugriffs legen.

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"Sensible Daten sicher online speichern, verteilen und empfangen", das verspricht der Regensburger Sicherheitsspezialist SSP Europe. SSL-encrypted gelangen die Cloud-Daten von Unternehmen auf den Server, der sie ebenfalls im Dateisystem verschlüsselt ablegt - mit Hilfe der Open-Source-Archivierungsspezialisten von Grau Data. Client-Anbindung wie bei Dropbox, Mehrstufige Berechtigungssysteme, Firewall und Intrusion Detection wollen die Entwickler in die Open Data Space oder auch Grau Data Space getaufte Software integrieren, Clients sollen für alle gängigen Betriebssysteme sowie mobile Geräte folgen

Server unter der AGPL

Die sind allerdings noch rar, nur für den Blackberry-Client (unter der Apache Lizenz) gibt es bereits ein allerdings noch leeres Git-Repository von Entwickler Ekkehard Gentz. Einem Blogpost zufolge wird der Server unter die AGPLv3 gestellt werden und soll eine modulare Struktur bekommen, die zahlreiche APIs und Plugins ermöglicht. Dann können Clients über Protokolle wie Webdav, den Browser oder die mobilen Apps zugreifen, auch eine Anbindung von Public-Cloud-Angeboten ist möglich.

Plugins, APIs und verschiedene Clients: Die modulare Struktur des Open Data Space ist flexibel und setzt auf Verschlüsselung. (Quelle: Tom's World)

Grau bietet auf seiner Webseite einen Testaccount für den Data Space, der den aktuellen Stand der Entwicklung dokumentiert. Eine Präsentation zeigt Details zur Implementierung und Compliance.

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