Grafiktreiber von Intel in Version 2.8
22.07.2009
Intel veröffentlicht seinen Treiber xf86-video-intel mit der Versionsnummer 2.8. Dieser braucht zum Laufen einen Xserver ab Version 1.6, die Entwickler haben DRI1, EXA, XXA und NoAccel über Bord geworfen.
Bei EXA und XXA handelt es sich um das letzte respektive vorletzte System zur Grafikbeschleunigung in Xorg. DRI1 ist die alte Direct-Rendering-Infrastruktur, über die Option NoAccel lässt sich der DRI-Support des X-Servers für 2D-Treiber deaktivieren.
Der neue Intel-Treiber läuft nur noch mit UXA, das besser mit GEM, dem Graphic Execution Manager im aktuellen Kernel, kooperiert und auch die 2D-Beschleunigung übernimmt. GEM kümmert sich im Kernel um die Verwaltung des Speichers. DRI2 tritt zugleich die Nachfolge von DRI an und erleichtert das Zusammenspiel von Compositing Window Manager und 3D-Anwendungen. Komplett ausgereift ist der Treiber aber noch nicht, es gibt noch Probleme mit der Stabilität sowie Artefakte, die Umstellung der kompletten Infrastruktur braucht etwas Zeit.
Am besten läuft der neue Intel-Treiber mit dem Kernel 2.6.31, der Kernel Modesetting mitbringt, das sich gegebenenfalls über den Kernel-Parameter modeset=1 aktivieren lässt. So jedenfalls schreibt es Intel-Entwickler Carl Worth in der Ankündigung des neuen Treibers.
Zu den weiteren Neuerungen gehört die Unterstützung von variable-length decoding (VLD) in der X-Video Erweiterung XvMC (MC steht für Motion Compensation). Diese sorgt dafür, dass die CPU-Last beim Abspielen von Filmen sinkt. Zudem haben die Entwickler zahlreiche Fehler beseitigt (etwa beim Font Buffer Rendering) und es gibt weniger Hänger der GPU.
Der Quellcode für den neuen Intel-Treiber gibt es hier, allerdings macht es vermutlich mehr Sinn, zu warten, bis eine der gerade entstehenden Distributionen seine Paketliste aktualisiert.
(Kristian Kißling)
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