Open Source im professionellen Einsatz

Google gibt VP9 für Web-RTC frei

11.02.2016

Auf seinen Developer-Webseiten kündigt Google an, dass sich VP9 nun auch optional als Codec für Web RTC einsetzen lässt. Das soll den Datendurchsatz deutlich senken und die Bildqualität verbessern.

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Die Möglichkeit soll für die Desktop- und Android-Versionen von Chrome 48 gelten, erklärt ein zugehöriger Blogeintrag. Das Webm-Team könne dank VP9 eine bessere Videoqualität erreichen. Der Encoder priorisiere die schärfsten Bilder und verwende zugleich asymmetrische Transformationen, um auch komplexe Szenen möglichst scharf und ohne Blöcke abzubilden.

Dank VP9 lassen sich über Web-RTC-Verbindungen, die aktuell eine 720p-Auflösung (1280x720 Pixel) ohne Paketverluste oder Verzögerungen meistern, HD-Videos (1080p) übertragen, da VP9 die Datenmenge gegenüber VP8 um bis zu 40 % reduziere. Ein im Blog verlinktes Beispielvideo soll das belegen.

Über das Session Description Protocol (SDP) verhandeln Anrufer und Angerufener über den eingesetzten Codec und die Bitrate. Kann das Gegenüber VP9 nicht einsetzen, greift ein Fallback auf VP8. Wer VP9 testen will, kann das zum Beispiel über die Web-RTC-Anwendung appr.tc tun. Der Blogeintrag zeigt auch, wie sich VP9 per Javascript in die Web-RTC-Anwendung integrieren lässt.

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