Open Source im professionellen Einsatz

Google gibt Update zu Chrome, App-Store und Chrome OS

08.12.2010

Google hat ein Roundup zu seinem Browser Chrome, zum neu eröffneten Chrome-Webstore und zum Status von Chrome OS veröffentlicht. Um Chrome OS voranzubringen, verteilt der Konzern in den USA Notebooks mit dem Web-Betriebssystem.

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Der Chrome-Browser, so Google in einem Blogeintrag, habe ein außerordentlich gutes Jahr hinter sich: Die Nutzerzahl habe sich von 40 Millionen auf 120 Millionen verdreifacht, schreiben Chefentwickler Linus Upson und Produktmanager Sundar Pichai. Ein Kriterium für die Wahl von Chrome als Browser sei die Geschwindigkeit, lassen Upson und Pichai wissen. Um diese Klientel zu bedienen, werde demnächst das Feature Google Instant Einzug halten, mit dem sich Suchergebnisse und Websites schon während des Tippens von Begriffen und Adressen aufbauen. Zudem sei die Javascript-Engine namens V8 überarbeitet worden und könne nun komplexe Skripte schneller abarbeiten.

Der ebenfalls angekündigte Chrome Web Store ist vorerst nur in den USA verfügbar, was sich Anfang nächsten Jahres laut den beiden Google-Mitarbeitern ändern soll. Der Store tauche zudem prominent im Chrome-Browser auf. Derzeit tummeln sich neben Apps auch Themes und Extensions im Google-Shop.

Das auf die Webnutzung optimierte Chrome OS, das dem Nutzer letztlich einen Browser gespickt mit den Web-Angeboten von Google bietet, steckt noch in der Entwicklung. Es sei nun aber die Zeit gekommen, Feedback der Nutzer einzuholen. Google hat deshalb ein kostspieliges Beta-Programm gestartet, das derzeit ebenfalls auf die USA beschränkt ist. Im Pilot-Programm bekommen "qualifizierte Nutzer", Entwickler, Schulen und Firmen Testnotebooks mit installiertem Chrome OS. Die Tester verpflichten sich dann, ausführlich Feedback zu geben. Das Programm soll später auf andere Länder ausgedehnt werden.

Schlicht und schwarz, das Notebook, das Google für Testzwecke mit seinem Chrome OS verteilt. Quelle: Google

Die Chrome-Notebooks namens CR-48 seien schlicht, ohne Branding und mit 12,1-Zoll-Display. Verizon liefert in den USA die UMTS-Verbindung dazu. In der ersten Jahreshälfte 2011 soll es die Chrome-OS-Notebooks von Acer und Samsung zu kaufen geben.

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