Open Source im professionellen Einsatz

Google erhöht Druck auf Android-Partner

27.05.2016

Laut einem Bloomberg-Artikel will Google den Update-Druck auf Partnerunternehmen erhöhen, die Android einsetzen, um gegen Fragmentierung und Sicherheitsprobleme zu kämpfen.

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Ein Problem, das Android seit den Anfängen begleitet, ist die Behäbigkeit der Hardwareanbieter in Sachen Updates. Es ist nicht nur teuer, sondern auch riskant, die Software auf bereits verkauften Geräten zu aktualisieren. Geld lässt sich damit auch nicht verdienen. Zugleich sind Updates aber wichtig. Sie erzeugen nicht nur ein besseres Benutzererlebnis im Umgang mit Android, sondern schließen oft auch gefährliche Sicherheitslücken wie Stagefright, die im letzten Jahr bekannt wurde.

Laut einem Bloomberg-Bericht will Google nun den Druck auf Hersteller erhöhen, ihre Android-Installationen früher zu aktualisieren und so der Fragmentierung entgegen wirken. Das News-Website zitiert den Senior Vice President von Android, Hiroshi Lockheimer, der die fehlenden Updates der Hersteller auf der Google I/O als schwächstes Glied in der Security-Kette bezeichnete.

Seinen Android-Partnern hat Google nun bereits eine Liste präsentiert, die zeigt, wie aktuell die Systeme der Hersteller sind und überlege laut Bloomberg zugleich, diese Liste zu veröffentlichen. Eine offizielle Stellungnahme gab der Konzern zu diesem Thema allerdings nicht ab. Zugleich veröffentliche Google einige Dienste als Standalone-Apps, damit User diese einfach selbst installieren können und mache neuere Features auch für ältere Systeme verfügbar. Auch die Preview von Android N soll früher erscheinen, um den Herstellern mehr Zeit für Tests zu geben.

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