Gitsharp-Projekt will besseres Git für Windows

Dieser kleine Repository-Browser demonstriert den Einsatz der Gitsharp-Bibliothek.

Eine Umsetzung des Versionskontrollsystems Git in C# ist das Ziel des Projekts Git# (Gitsharp). Nun haben die Entwickler den ersten Code veröffentlicht, der sich allerdings noch im Prä-Alpha-Stadium befindet .

Durch die Portierung auf Microsofts Dotnet-Framework möchte das Team um den österreichischen Entwickler Meinrad Recheis eine bessere Git-Implementierung für Windows schaffen. Mit dem derzeit funktionsreichsten Windows-Git Msysgit ist Recheis unzufrieden, außerdem lasse es sich schlecht in andere Software wie beispielsweise Entwicklungsumgebungen integrieren. Die Dotnet-Umsetzung soll hier neue Perspektiven eröffnen, denn Git bietet sich auch als Objekt-Datenbank oder verteiltes Dateisystem an.

Nach Aussage des Projekts hat auch die Mono-Community bereits Interesse gezeigt. Mit Hilfe von Novells Dotnet-Implementierung ließe sich Git# plattformübergreifend in heterogenen Umgebungen einsetzen.

Das Kernstück von Git# stellt die Bibliothek “GitSharp.dll” dar. Sie entsteht durch Portierung der Java-Bibliothek JGit nach C#, wobei die die Gitsharp-Entwickler sehr nahe am Java-Code bleiben, um rasch eine funktionsfähige Bibliothek zu erhalten. Derzeit ist die Gitsharp-Bibliothek zu 95 Prozent portiert, die Testsuite der Entwickler liefert noch rund 1 Prozent Fehlermeldungen. Genauso wie JGit steht Git# unter BSD-Lizenz.

Dieser kleine Repository-Browser demonstriert den Einsatz der Gitsharp-Bibliothek.

Dieser kleine Repository-Browser demonstriert den Einsatz der Gitsharp-Bibliothek.

Daneben schreibt das Gitsharp-Team an dem Programm “Git.exe”, das dem Anwender eine Kommandozeilenschnittstelle zur Verfügung stellt. In Version 0.1.0 funktionieren bereits die Init- und Clone-Kommandos (letzteres allerdings nicht über SSH).

Die erste öffentliche Release sowie weitere Informationen finden sich auf der Gitsharp-Homepage. Laut Meinrad Recheis soll es noch 2009 eine Beta-Version mit einer anwenderzentrierten API geben, eine stabile Version ist für das Frühjahr 2010 geplant. Das Projekt sucht noch Mitstreiter.

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