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Gitlab 9.0 erlaubt Untergruppen und weitet Monitoring aus

23.03.2017

Anderthalb Jahre nach der letzten runden Version erscheint nun Gitlab 9.0. Zu den Highlights gehören unter anderem die Möglichkeit, Untergruppen zu bilden sowie Prometheus-basiertes Monitoring für CI/CD Piplines und Sourcecode-Repositories.

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Haufenweise Neuerungen verspricht die Ankündigung von Gitlab 9.0, nicht alle stehen aber für alle Versionen von Gitlab zur Verfügung. Das Geschäftsmodell sieht mittlerweile drei Versionen von Gitlab vor: Die freie Community Edition (CE), die Enterprise Edition Starter (EES) und die Enterprise Edition Premium (EEP).

Auf Basis von Prometheus haben die Gitlab-Macher das Monitoring erweitert (Quelle: gitlab.com).

Zu den Neuerungen, die sinnvollerweise alle Versionen betreffen, gehören Performance-Updates: die betreffen eine effizientere Suche nach Autoren oder Verantwortlichen über das Dashboard, überflüssige Queries haben die Entwickler entfernt. Subgroups ermöglichen es, für ein Projekt verschiedene Teams anzulegen. Diese Teams können gegebenenfalls auch weitere Untergruppen anlegen, die etwa an einem bestimmten Feature arbeiten.

Environment Monitoring nennen die Gitlab-Macher ihre Erweiterung des Monitoring auf Entwicklungssysteme und für Review Apps, die in einer Kubernetes-Umgebung laufen. Dabei integrieren sie ein Prometheus-basiertes Monitoring in die grafische Oberfläche. Das überwacht CI/CD Pipelines und Quellcode Repositories. Bei den Apps trackt das Monitoring aktuell CPU- und Speichernutzung, in naher Zukunft soll es auch Performance-Auswirkungen von Code-Merges zeigen und auch Eingang in Deploy Boards finden.

Deploy Boards sind ebenfalls eine Neuentwicklung, sie gibt es nur für Nutzer der Enterprise Edition Premium. Mit Hilfe dieser Boards verfolgt der Entwickler den Weg einer App auf multiple Server, also das Deployment. Das funktioniert allerdings nur für Umgebungen (Environments), die auf Kubernetes laufen. Eine Übersicht zeigt die Gesundheit und den Deployment-Fortschritt für jede Umgebung an und den Status jedes Pods.

Für alle Gitlab-Versionen gelten hingegen die Änderungen an den Issue Boards. In diesen lassen sich Bugs in Form von Listen verwalten. Weil die User aber häufig bestimmte Issues wichtiger finden als andere, lassen sich diese Listen in Gitlab 9.0 per Drag & Drop sortieren.

Das sind noch nicht alle Änderungen, die Gitlab 9.0 mitbringt, eine ausführliche Übersicht findet sich im Blogpost mit der Ankündigung.

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