Drei einfache Fotos sorgen derzeit für Wirbel: Sie zeigen den Kernel-Vater Linus Torvalds im Gespräch mit dem ZFS-Erfinder Jeff Bonwick und nähren so Gerüchte um eine Aufnahme des Dateisystems in den Linux-Kernel.
Sun-Mitarbeiter Jeff Bonwick, der als Erfinder des Sun-Dateisystems ZFS gilt, zeigte in seinem Weblog unter der Überschrift "Casablanca" drei Bilder von sich und Linus Torvalds bei einer Flasche Bier. Lediglich drei kleine Kommentare ergänzen die Fotos. Doch sorgen die für Wirbel, referenzieren sie doch auf eine Schokoladenriegel-Werbung im US-Fernsehen. Damals sollte der Claim "Chocolate on my peanut butter" die Verbindung von beidem in einem Riegel bewerben. Ähnliches könnte nun auch für die Verbindung des Kernels mit ZFS gelten. Abschließend schreibt Bonwick: "All I can say for the moment is... stay tuned."
Einen weiteren Hinweis darauf, dass es bei dem Gespräch um ZFS ging, lieferte Open-Solaris-Manager Jim Grisanzio. Er betitelte einen Eintrag in seinem Weblog mit "ZFS-Pics" und bekräftigt damit die Gerüchte. Doch er rudert schnell zurück und behauptet, er habe den Titel nur gewählt, da die Bilder Bonwick zeigen und der sei ja schließlich maßgeblich an der ZFS-Entwicklung beteiligt gewesen.
ZFS gilt als hochskalierbares 128-Bit-System, das Meta-Dateisystem mit Volume-Management-Fähigkeiten vereint und so in der Lage ist, unter anderem Software-Raids mit sehr geringem Aufwand zu erstellen. Weiterhin kann das System performant mit sehr großen Daten und Datenmengen umgehen. Von Vorteil ist auch die sehr einfache Administration, die dank hoher Automation nur wenige, einfach strukturierte Befehle benötigt, aber dennoch Administratoren die Möglichkeit bietet, manuell einzugreifen. Einen Überblick über ZFS liefern die Community-Seiten unter opensolaris.org.
Die Brisanz der Thematik liegt in der Geschichte der Verbindung von ZFS mit dem Kernel: Beide sind bisher nicht zusammengekommen, obwohl beide Open-Source-lizenziert sind. Während der Kernel unter der GPLv2 steht, hat Sun für ZFS wie auch für sein Betriebssystem Open Solaris die Common Development and Distribution License (CDDL) gewählt. Die verwendeten Lizenzen sind aber nicht kompatibel zueinander. Neben seinem Einsatz in Open Solaris und Solaris 10 wurde ZFS bisher auf FreeBSD und Mac OSX portiert. Ein Projekt, das das Filesystem unter Linux nutzbar machen möchte ist ZFS on FUSE.
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Aus meine sicht, was wirklich verhindert das ZFS in der Linux kernel kommt ist hauptsachlich politik. Es wäre sehr einfach, einen linux kernel module zu haben das wenn es in der kernel geladen ist, das der kernel als "tainted" gekennzeichnet ist. Diese ganze lizenz "incompatibility" ist für mich in so eine fall überflüßig...
English:
In my opinion,. what really prevents ZFS being in the kernel is politics. It would be very simple to have a kernel module that marks the kernel as tainted if it is loaded. That would make this entire licence incompatibility issue extraneous.
Ian B,
15.07.2008 19:22
Aus meine sicht, was wirklich verhindert das ZFS in der Linux kernel kommt ist hauptsachlich politik. Es wäre sehr einfach, einen linux kernel module zu haben das wenn es in der kernel geladen ist, das der kernel als "tainted" gekennzeichnet ist. Diese ganze lizenz "incompatibility" ist für mich in so eine fall überflüßig...
English:
In my opinion,. what really prevents ZFS being in the kernel is politics. It would be very simple to have a kernel module that marks the kernel as tainted if it is loaded. That would make this entire licence incompatibility issue extraneous.