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Gentoo-Stiftung: Der Letzte lässt das Licht an

Einer der zwei letzten Treuhänder der Gentoo-Stiftung hat sich gemeldet. Die Annullierung der Stiftungssatzung sei "ziemlich peinlich, aber keine Katastrophe". Über das kürzliche Sanierungsangebot des besorgten Gentoo-Gründers Robbins soll morgen entschieden werden.

Am Freitag hat Grant Goodyear in seinem Blog über den Stand der Dinge informiert. Ein identisches Posting schickte er über die Mailingliste der Gentoo-Treuhänder. Darin bestätigte er, dass der Staat New Mexiko die Stiftungssatzung in der Tat annulliert habe - und zwar im Oktober 2007. Allerdings ist nicht die Stiftung als Ganzes den Weg alles Irdischen gegangen, differenziert der 38-Jährige aus Süd-Carolina: Er und der ehemalige Treuhänder Renat Lumpau hatten sich vergangene Woche der Stiftungskrise angenommen. Dabei haben sie unter anderem die Stiftungspapiere und die Statuten von New Mexiko unter die Lupe genommen.

"Es ist nicht ganz klar warum", schreibt Goodyear zur Frage der Annullierung, "denn ich hatte bereits im Juli einen Scheck zusammen mit dem aktuellen und dem überfälligen Jahresbericht nach New Mexiko geschickt." Der Scheck sei aber nie eingelöst worden und so stehe zu vermuten, dass die Papiere verloren gegangen seien, heißt es. Der Gentoo-Entwickler und promovierte Chemiker konnte aber Entwarnung geben: Die Rehabilitierung der Stiftung sei eine schnelle Sache, wenn Stiftungsverantwortliche innerhalb von zwei Jahren nach der Annullierung die Wiederherstellung per Antrag in die Wege leiten.

Neben Grant Goodyear und Renat Lumpau sind derzeit in der Stiftungssatzung noch drei weitere Treuhänder gelistet. Außer Goodyear und Paul de Vrieze seien jedoch alle zurückgetreten, steht noch in der jüngsten Mail von Goodyear. Hier schreibt er auch: "Wir brauchen neue Treuhänder. Da sind wir uns wohl einig." Es sei aber auch eine Diskussion um das Selbstbild der Stiftung nötig. Diese Diskussion soll bis heute nacht, 0.00 Uhr, geführt werden. Erst anschließend solle man über das Angebot von Robbins entscheiden.

Vor gut einer Woche hatte Gentoo-Gründer Daniel Robbins sich veranlasst gesehen, den verbliebenen Stiftungstreuhändern ein Hilfsangebot zu machen: Die Gentoo-Stiftung war handlungsunfähig und praktisch nicht mehr existent (wir berichteten). Allerdings wusste Robbins nicht, wer und welche Treuhänder überhaupt noch ihren Dienst tun. Sein Angebot, das mit einigen Bedingungen verknüpft ist, machte er öffentlich in seinem Blog und befristete es bis zum Freitag, 18. Januar. Grant Goodyear hatte sich als einziger am 15. Januar bei Robbins gemeldet.

(Anika Kehrer)
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