Um SaaS-Angebote sehen die die Analysten von Gartner in den nächsten drei Jahren Communitys entstehen. Community-betriebene Entwicklung der Software und damit verbunden Austausch und Verbreitung werde wichtig. Relevant werden dann auch Community-typische Prozesse wie die Bewertung der Nützlichkeit eines Angebotes seitens der Anwender. Anwender- und Entwicklergemeinschaften wachsen besonders da, wo der SaaS-Anbieter sich um gute APIs und Kommunikationsmöglichkeiten kümmere, erläutern die Technologie-Beobachter aus Connecticut. Der Erfolg der Software werde abhängig vom Erfolg der Community sein.

Fast alle Anbieter von SaaS betreiben bis 2010 ihre Infrastruktur zumindest teilweise mit Open-Source-Komponenten, sagen die Amerikaner voraus. Unter Infrastruktur sind Betriebssystem, Anwendungsserver und Datenbank zu verstehen. Denn auf diese Weise müssen die Anbieter nicht so viel Geld für Software ausgeben. Kunden brauchen allerdings nicht erwarten, dass diese Kostenersparnis auf sie umgelegt werde, schieben die Analysten nach.

IT-Verbände sollten außerdem einen Blick auf SaaS-Angebote haben, in denen Open-Source vorkommt. Sie sollen die betreffenden Anbieter vor Problemen warnen, die aus eventuellen Lizenz-Verletzungen und damit verbundenen Aktionen der Projekte - und ihrer Beistände - entstehen. Die Probleme von freier Lizenz und SaaS sieht auch die Free Software Foundation kommen. Mitte März hatte sie darum zu einem Summit zu Open Source in der SaaS-Ära geladen (wir berichteten).

Gartner bietet auf seiner Webseite zu dem Thema SaaS und Open Source eine kostenpflichtige, dreiseitige Ausführung an.