Open Source im professionellen Einsatz

Galileo navigiert mit Linux

12.04.2007

Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo wird künftig mit dem Echtzeit-Betriebssystem LynxOS-178 gesteuert.

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Der amerikanische Hersteller von Embedded Software LynuxWorks
meldet, dass sein linux-basiertes Betriebssystem für die zentrale Kommunikation zwischen Bodenstation und Satelliten sorgen wird.

LynxOS-178 wird Bestandteil der Galileo Mission Segments (GMS), das zum Herzstück des Satellitensystems gehört. GMS ist ein Netzwerk von Bodenstationen, die die von den Satelliten kommenden Signale überwachen und Navigationsdaten an die Satelliten übertragen. Eine wesentliche Anforderung von Galileo ist die garantierte Verfügbarkeit, da es auch in sicherheitskritischen Anwendungen eingesetzt wird. Die Daten von Galileo werden beispielsweise für den Eisenbahnverkehr, den Flugbetrieb und im Such- und Rettungswesen genutzt. Außerdem muss das System zu den beiden etablierten Positionierungssystemen, dem amerikanischen GPS und dem russischen GLONASS, kompatibel sein.

Laut LynuxWorks fiel die Wahl der europäischen Raumfahrtagentur ESA auch deshalb auf LynxOS-178, weil es offene Standards bietet und gleichzeitig die strengen sicherheitskritischen Auflagen der Wehrtechnik und Aerospaceindustrie erfüllt. Das linux-basierte System sei eigens für die strikten Anforderungen von Multithread- und Multiprocess-Applikationen in sicherheitskritischen Echtzeitsystemen konzipiert. Ein weiteres Kriterium war, dass Pentium- und PowerPC-Prozessoren gleichermaßen unterstützt werden. Beide Architekturen werden im Galileo-Projekt eingesetzt.

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