Open Source im professionellen Einsatz

GTK+-Port von Webkit besteht ACID-3-Test

28.04.2008

Die nach GTK+ portierte Browser-Engine Webkit hat den ACID-3-Test bestanden, der die Standardkonformität von Browsern prüft.

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ACID-3 enthält etwa 100 Tests, die ermitteln, inwieweit ein Browser mit den, zum Teil obskuren, Funktionen von CSS, XML, SVG und JavaScript umgeht.
Bei GTK+ handelt es sich um das Gimp-Toolkit, mit dem unter anderem das Gnome-Projekt GUI Widgets erzeugt. Gnomes eigener Browser Epiphany nutzte Webkit "r32284" als Engine, um den Test zu bestehen. Zuvor hatte schon eine Version von Opera den Test bestanden. Die Beta-Version von Microsofts Internet Explorer 8 besteht laut Ars Technica zur Zeit nur 18 der 100 Tests.
Vorteil der Kompatibilität: Die Browser nutzen die Möglichkeiten von CSS, JavaScript und Co. besser, können etwa die Farbverläufe und Textschatten von CSS sowie weitere fortgeschrittene Grafik-Features darstellen.
Wir haben spontan ein paar Tests gestartet: Firefox 2.0.0.14 überspringt 53 von 100 Hindernissen, während sich der Konqueror in Version 3.5.6 grusslos verabschiedete. Der in KDE 4.0.3 (Ubuntu-Version) mitgelieferte Konqueror erreichte 65 Punkte, der von Open-Suses Version 4.0.2 gar 72 Punkte. Die aktuelle Firefox 3 Beta 5 kam auf 71 Punkte. Wer den eigenen Browser testen will, muss dazu lediglich diese Seite aufrufen.

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