Wie die Statistiken von Black Duck Software zeigen, nimmt der Anteil der General Public License (GPL) in Version 2 kontinuierlich ab. Etwas weniger als die Hälfte aller erfassten Open-Source-Projekte im September 2009 nutzt die GPLv2.
Das auf Softwareverwaltung spezialisierte Unternehmen Black Duck Software liefert auf seiner Homepage täglich aktualisierte Daten zu den zwanzig populärsten Open-Source-Lizenzen. Als Datenbasis dient die hauseigene Knowledge Base mit Einträgen zu rund 185.000 Softwareprojekten. In der neuesten Version erfasst das Lizenzranking 49,5 Prozent GPLv2-Nutzer, das entspricht etwa 100.000 Projekten. Im Juni 2008 lag der Anteil des Lizenz-Klassikers noch bei 57,7 Prozent. Die Lizenz ist dennoch unangefochtener Spitzenreiter, mit weitem Abstand folgt auf Platz zwei die Lesser General Public License (LGPL) mit 9,5 Prozent, Platz drei hält die Perl Artistic License. Die Nachfolger v3 der GPL liegt mit 5,3 Prozent an fünfter Stelle der Skala, die LGPLv3 ist mit 0,4 Prozent auf Platz fünfzehn.
Der Wettbewerb zwischen den GPL-Versionen 2 und 3 der Free Software Foundation ist hierbei von besonderem Interesse. Linus Torvalds hatte gegen die strengere Neuauflage entschieden und wiederholt bekräftigt, dass der Linux Kernel unter der GPL v2 bleibe. Die GPLv3 wurde im Juni 2007 veröffentlicht, die Vorgängerversion bestand seit 1991. Auch die LGPL stammt von der Free Software Foundation unter der Leitung von Richard Stallman, ebenso wie die Netzwerk-Variante AGPL.
Der Black-Duck-Geschäftsführer Eran Strod lobt denn auch in einem Kommentar zur Statistik die Verdienste der Stiftung, unabhängig vom Wettstreit der Versionen: "Als leidenschaftlicher Open-Source-Unterstützer kann ich gar nicht oft genug erwähnen, welchen unglaublichen Beitrag die FSF für die Industrie (und die Welt) geleistet hat, indem sie die GPL-Lizenzfamilie geschaffen habt." Insgesamt zählt Black Duck Software aktuell 1698 verschiedene Open-Source-Lizenzen.
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