Open Source im professionellen Einsatz

GNU C Library 2.25 veröffentlicht

06.02.2017

Mit Version 2.25 der GNU C Library (Glibc) hält neben weiteren neuen Features der Systemaufruf getrandom() Einzug in die Bibliothek.

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Da der Linux-Kernel schon seit Version 2014 den getrandom()-Aufruf unterstützt, kann die nun erfolgte Integration eines entsprechenden Wrappers in die Glibc als überfällig angesehen werden. Die Entwickler der C-Bibliothek können die Verzögerung vorerst allerdings mit einem simplen Argument erklären, fehlende Manpower. Schon als der Wunsch nach der Integration im Sommer 2014 auftauchte, nach der Release von Kernel 3.17, antwortete Glibc-Entwickler Joseph Myers dass die Interessenten sich an der Entwicklung beteiligen.

Als im Jahr 2016 der erste Patch für den getrandom()-Support fertig war, zögerte die Glibc-Community allerdings immer noch. Ein Wrapper für einen Linux-spezifischen Systemaufruf zählt nicht zu den Spezialitäten von Glibc. Deren Entwickler sehen sich nicht als spezifisches Linux-Projekt und setzen lieber auf standardisierte Interfaces, die alle Plattformen unterstützen. Nach diversen Anpassungen hat der Patch es nun in die Glibc geschafft.

Die Ankündigung von Glibc 2.25 nennt weitere Features und Änderungen.

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