Open Source im professionellen Einsatz

GCC in Version 4.9.0 mit substanziellen Neuerungen

23.04.2014

Redhats Jakub Jelinek kündigte auf der GCC-Mailingliste die neue Version 4.9.0 der GNU Compiler Collection an.

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Das Major Release bringt laut Ankündigung eine Reihe substanzieller Neuerungen mit. Der für IA32 und x86-64 eingeführte lokale Registerzuteilung lässt sich nun auch von Hause aus für Aarch64, ARM, S/390 und ARC sowie optional für Power-PC und RX verwenden. Die Compiler-Sammlung unterstützt zudem das Open-MP-API, das Programme parallelisiert, in Version 4.0 für C und C++. Auch Cilk-Plus, Intels C- und C++-Erweiterung für Daten- und Aufgabenparallelisierung beherrscht GCC.

Es gibt Verbesserungen an der C++-Devirtualisierung, einer Optimierung, die den Overhead indirekter Funktionsaufrufe reduziert. Zudem haben die GCC-Entwickler diverse Skalierungsengpässe bei den interprozeduralen und Link-Time-Optimierungen aufgelöst. Das C++-Frontend unterstützt verschiedene C++14-Erweiterungen, die wichtigste Neuerung der Standardbibliothek ist hingegen der Support für die Regulären Ausdrücke von C++11. Der "Undefined Behavior Sanitizer" diagnostiziert verschiedene Arten undefinierten Verhaltens nun direkt zur Laufzeit.

Schließlich bringt GCC 4.9.0 noch Support für Linux-basierte Power-PC mit Little-Endian-Unterstützung, wobei das Power-PC ELFv2 ABI zum Einsatz kommt. Nicht zuletzt unterstützt GCC die AVX-512-Instruktionen der x86-64- und IA32-Architekturen. Herunterladen lässt sich der Compilercode über die Mirrors des Projekts.

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