Open Source im professionellen Einsatz

GCC 6.1 setzt auf C++14

28.04.2016

Über ein Jahr haben die GCC-Entwickler an der neuen Major-Release 6.1 gearbeitet. Die verabschiedet sich unter anderem vom alten Frontend für C++98.

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Neben dem Frontend für C++14, das nun der neue Standard ist, verbessert GCC auch den experimentellen Support für C++17. Wer mit GCC 6.1 hingegen älteren Code übersetzen möchte, sollte einen Blick auf die GCC-Webseite werfen, schlägt Entwickler Jakub Jelinek in der Ankündigung auf der GCC-Announce-Liste vor. Zugleich hat das Projekt ältere System und unbetreute Portierungen ausrangiert.

Die Entwickler haben die Diagnosemöglichkeiten verbessert. Der Compiler macht nun Vorschläge bei falsch geschriebenen Feldnamen, spricht neue Warnungen aus, erkennt Fixits und lokalisiert die Fehlerquelle genauer, was auch Bereiche einschließt. GCC 6.1 unterstützt die Open-MP-Spezifikation in Version 4.5 vollständig. Der Compiler generiert HSAIL-Code (AMDs Heterogeneous System Architecture Intermediate Language) für einfache Open-MP-Konstrukte.

Zugleich verbessert GCC 6.1 den Support für die Spezifikation Open ACC 2.0a. Sie unterstützt Offloading für Nvidias Parallel Thread Execution (PTX) auf x86_64 und 64-Bit-Power-PC Little Endian Hostsystemen. Auch intra- und inter-prozedurale sowie Link-time-Optimierungen klappen mit der neuen GCC-Iteration besser. Sämtliche Änderungen im Detail listen die ausführlichen Release Notes auf.

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