Open Source im professionellen Einsatz

Freedombox 0.8 unterstützt Lets Encrypt und Public-Key-Anmeldungen

25.02.2016

Die Arbeit an der Debian-basierten Freedombox geht weiter. Nun ist Version 0.8 erschienen, die das Benutzerinterface nach dem ersten Booten verbessert und Let's Encrypt unterstützt.

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Eine Weile schien sich die Arbeit an der Freedombox eher langsam zu bewegen, nun geht es etwas schneller vorwärts. Der Debian-basierte Server lässt sich auf günstiger Hardware installieren und soll als Router zwischen dem Privatnetzwerk des Users und dem Internet sitzen. Dort bietet er öffentliche und private Dienste an, letztere erreichen die User über VPN. Er lässt sich auch mitnehmen und dient dann als Zwischenstation zwischen dem Privatrechner und dem öffentlichen Access Point.

Neu an Bord der Version 0.8 sei der IRC-Client Quassel, der stets mit dem IRC-Netzwerk verbunden bleibe und mit verschiedenen Frontends zurecht käme, heißt es in der Ankündigung zur neuen Version. Das Benutzerinterface nach dem ersten Bootvorgang sei zugänglicher, außerdem gibt es Übersetzungen ins Türkische, Chinesische und Russische.

Auch am SSH-Support haben die Entwickler gefeilt. Monkeysphere verwendet das PGP Web of Trust für die Host-Key-Verifizierung. Nutzer können sich nun auch über ihren öffentlichen Key einloggen und auf ein Passwort verzichten. Wer über die Freedom Box Webseiten anbieten möchte, verhindert dank einer Anbindung an Let's Encrypt Zertifikatwarnungen bei seinen Besuchern. Nicht zuletzt ist mit Repro ein SIP-Server für Audio- und Videoanrufe integriert.

Aktuell unterstützt die Software den Raspberry Pi, Beagle Bone, Dream-Plug und die Virtualbox. Images warten auf dem FTP-Server von Skolelinux. Konfigurieren lässt sich der Router über Plinth, das Teil der Software auf den Images ist.

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