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Freedom Task Force für ein weiteres Jahr finanziert

Die Freedom Task Force (FTF) erhält weitere 12 Monate finanzielle Unterstützung von der niederländischen Internet-Stiftung NL-Net. Das hat die Free Software Foundation Europe verkündet, die Träger des FTF-Projekts ist.

Die Freedom Task Force gibt es seit Ende 2006 als Projekt der Free Software Foundation Europe (FSFE). Sie macht sich zur Aufgabe, Einzelpersonen, Projekte und Unternehmen bei freier Lizenzierung zu unterstützen. Dafür gibt sie zum Beispiel in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren Kurse über freie Lizenzen. Derzeit deckt sie die Schweiz, Schweden und die Niederlande ab. In den nächsten 12 Monaten sollen mit Hilfe des NL-Net-Geldes Deutschland, Italien und Großbritannien hinzukommen. Vor allem geht es darum, ein Netzwerk für GPL-Recht und technisches Know-how aufzubauen. "Die Freedom Task Force trägt zur Bewusstseinsbildung bei", begründet ein strategischer Manager der NL-Net-Stiftung die Entscheidung. "Sie bildet ein Expertennetzwerk über ganz Europa." Die Stiftung hat das FSFE-Projekt auch die vergangenen 12 Monate unterstützt.

Die NL-Net Foundation blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit Anfang der 80er begann sie nach eigenen Angaben ihr Netzwerk aufzubauen, und besteht seit 1989 als gemeinnützige Stiftung. Die Stiftung fokussiert Netzwerk- und Internet-Technologien und unterstützt eine ganze Reihe verschiedener Projekte, von denen viele der Open-Source-Community zugehörig sind. Alle aus der Unterstützung hervorgehenden Entwicklungen stehen hinterher quelloffen zur Verfügung.

Neben der Freedom Task Force gibt es eine Reihe weiterer Projekte, die sich des Schutzes freier Software annehmen. Wie den FAQ der FTF zu entnehmen ist, besteht keine Konkurrenz, sondern die Projekte arbeiten möglichst zusammen. Da gibt es zum Beispiel das seit Anfang Januar 2004 bestehende Projekt Gpl-violations.org, das mit Berliner Rechtsanwälten zusammenarbeitet. Weiter nennen die FAQ das Licensing Lab der Free Software Foundation, welches das "Zuhause" der GPL ist, und das am New Yorker Broadway angesiedelte Software Freedom Law Center, bei dem eine Reihe namhafter Personen mitwirkt.

(Anika Kehrer)
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