Open Source im professionellen Einsatz

Freebase wird Teil von Wikidata

17.12.2014

Google will die Daten der Community-getriebenen Faktendatenbank Freebase in die Wikidata-Datensammlung integrieren und die Freebase-Webseite schließen.

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Freebase, eine Onlinesammlung strukturierter Daten und Metadaten, wurde ursprünglich von Metawebs Technologies betrieben. Google hat die Firma 2010 übernommen. Die kollektiv gesammelten Daten stehen unter der Creative Commons BY-SA-Lizenz und stammen zum Teil aus anderen Quellen wie Wikipedia, der biografischen Notable Names Database (NNDB), dem Fashion Model Directory oder der Musikdatenbank Musicbrainz.

Der Zuwachs an Daten für Wikidata ist umfangreich, das Projekt naturgemäß erfreut. Freebase enthält aktuell rund 46,5 Millionen Themen und mehr als 2 Milliarden Fakten. Wikidata existiert erst seit zwei Jahren, hat nach eigener Angabe 16 000 Nutzer, die seit dem Start mehr als 16,5 Millionen Einträge angelegt haben.

Mitte 2015 wollen die Freebase-Betreiber ihre Webseite schließen, heißt es in einem Blogeintrag. Beim Start im Jahr 2007 habe man die eigene Datensammlung ohnehin als "Wikipedia für strukturierte Daten" betrachtet und die Fortschritte des Wikidata-Projekts seit dem Start genau verfolgt. Bis zur Schließung will man noch ein neues API auf Basis von Googles Knowledge Graph bauen.

Die Daten lassen sich allerdings nicht ohne weiteres übertragen, weil sie nicht den Wikidata-Kriterien entsprechen und zum Teil beispielsweise Wikipedia als Quelle nennen, nicht aber die Originalquelle. Aus diesem Grund soll bis Ende März 2015 ein weiteres Tool entwickelt werden, das die potenziellen Originalquellen für Informationen verifiziert.

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