Open Source im professionellen Einsatz

FreeNAS: BSD-Linie und Linux-Fork

07.12.2009

Das FreeNAS-Projekt hatte diskutiert, ob das freie Storage-System in Zukunft auf BSD oder Linux setzen solle. Nun kristallisiert sich heraus: Es wird beide Varianten geben.

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Die Open-Source-Software für Network Attached Storage (NAS) eignet sich für Intel- und AMD64-Prozessoren und unterstützt Protokolle wie Samba, FTP, NFS, AFP, Rsync und iSCSI. Als Basis-Betriebssystem verwendet FreeNAS M0n0wall, das seinerseits auf FreeBSD beruht. Daher kann es auch das mit BSD lizenzkompatible Dateisystem ZFS verwenden.

Als im FreeNAS-Forum Gerüchte auftauchten, die Software werde in Zukunft unter Debian GNU/Linux weiterentwickelt, befürchteten einige Teilnehmer den Verlust des leistungsfähigen ZFS, das sich nicht in den GPL-lizenzierten Linux-Kernel aufnehmen lässt.

Mittlerweile hat der Projektgründer Olivier Cochard-Labbé mit einer weiteren Nachricht zur Klärung beigetragen. Er schreibt, einerseits werde der Hauptentwickler Volker Theile einen Rewrite auf Linux-Basis mit dem Namen OpenMediaVault vornehmen. Andererseits gehe die Entwicklung auch auf der BSD-Schiene weiter. Der Sponsor IX Systems werde Arbeitszeit seiner professionellen FreeBSD-Entwickler spenden, um FreeNAS komplett zu überarbeiten. Als ersten Schritt kündigte Cochard-Labbé an, FreeNAS selbst auf die jüngste FreeBSD-Version 8.0 zu aktualisieren.

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