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FreeBSD 7.0 erschienen

Die BSD-Variante FreeBSD aktualisiert mit dem Release der Version 7.0 die Produktpalette. Vor allem die Performance und die Ausnutzung von Multi-Prozessor-Architekturen soll sich laut Ankündigung auf der Webseite des Projekts dramatisch verbessert haben.

Dabei verweisen die Entwickler auf interne Benchmarks, die Steigerungen von 350 Prozent gegenüber FreeBSD 6.0 bei durchschnittlicher Belastung und von circa 1500% bei hoher Belastung zeigen. Auch im Vergleich mit einem aktuellen Linux-Kernel schneidet FreeBSD (2.6.22 und 2.6.24) angeblich 15% besser ab. Die Distribution nutzt nun standardmäßig ein 1:1 Libthr-Threading-Modell zur Bearbeitung paralleler Anfragen. Auch einen verbesserten ULE-Scheduler hat sie an Bord - dieser kommt allerdings noch nicht als Standard-Scheduler zum Einsatz. Diese Position besetzt weiterhin der 4BSD-Scheduler.

In puncto Dateisysteme bietet FreeBSD nun Read-Only-Support für XFS und experimentelle Unterstützung für Suns skalierbares ZFS-Dateisystem. Mit Gjournal lassen sich Dateisysteme um eine Journaling-Funktion erweitern und beim virtuellen Dateisystem Union-FS haben die Entwickler Fehler beseitigt. Daneben bringt FreeBSD eine experimentelle Referenzimplementierung von SCTP (Stream Control Transmission Protocol) mit, einem verbindungsorientierten Transportprotokoll, das als Alternative zu TCP dient (Spezifikation im RFC 4960), im Gegensatz dazu jedoch jedoch immun gegenüber Syn-Flooding- und DoS-Attacken sein soll.

Desktopseitig bringt FreeBSD KDE 3.5.8 und Gnome 2.20.2 mit. Es setzt auf X.org 7.3., hat GCC 4.2.1 an Bord und unterstützt Entwicklerboards mit ARM-Architektur besser. Herunterladen kann man FreeBSD über einen FTP-Server oder das Bitorrent-Netzwerk, Links zu beiden Varianten liefert die Ankündigungsseite.

(Marcel Hilzinger)
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