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Forrester: Ingres und MySQL führen bei Open-Source-Datenbanken

Das Marktforschungsunternehmen Forrester Research hat die Eignung von Datenbanksystemen für den Enterprise-Einsatz untersucht. Hinter den IBM, Oracle und Microsoft auf den Spitzenplätzen bieten sich vor allem Ingres und MySQL als Alternativen an.

Laut der Studie dominieren die Branchenriesen IBM, Microsoft und Oracle mit 88 Prozent Marktanteil das Feld der Enterprise-Datenbanken. Diese Führung sei vor allem deren Höchstleistungen bei Performance, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit zu verdanken.

Auf dem zweiten Platz finden sich preisgünstigere Angebote von Computer Associates, Software AG und Sybase. Konkurrenz erhalten sie mittlerweile von IBM Informix sowie den Open-Source-Angeboten Ingres und MySQL, die sich laut Forrester für kleine bis mittlere Unternehmensanwendungen eignen.

Ingres halten die US-amerikanischen Marktforscher für die Open-Source-Datenbank mit den besten Enterprise-Features, auch wenn sie nicht die bekannteste ist. Ihr optimales Einsatzszenario umfasst weniger als 1 TByte Daten und maximal 1000 gleichzeitige Benutzer. Allerdings sehen nur wenige fertige Anwendungspakete Ingres als Datenbank vor.

MySQL hat laut der Studie bei den Features zu Ingres aufgeschlossen, ja sogar gegenüber den proprietären Produkten. Positiv hebt Forrester auch die große Benutzergemeinde hervor. MySQL eignet sich ebenfalls für Datenmenge bis 1 TByte. Viele Anwendungen unterstützen diese Open-Source-Datenbank, einige wichtige wie Peoplesoft, SAP und Siebel jedoch nicht.

Im Vergleich dazu besitze PostgreSQL zwar die größte Entwicklergemeinde, sei aber unter Firmenkunden kaum verbreitet. Laut Forrester fehlen dem Datenbanksystem Qualitäten der Enterprise-Klasse in Sachen Verfügbarkeit, Sicherheit und Performance.

Für die Studie haben die Marktforscher nach eigenen Angaben über 150 Kriterien herangezogen sowie 21 Hersteller und Firmenkunden befragt. Die Studie steht als 25-seitiges PDF nach Registrierung bei Ingres zum kostenlosen Download bereit. Nach Angaben von Forrester Research erfolgte die Untersuchung unabhängig und nicht im Auftrag von Ingres.

(Mathias Huber)
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Kommentare (2)
von
linreg,
15.07.2009 08:29
Schlechte Analyse
Ich schließe mich meinem Vorgänger an. Habe Postgres-DB in verschiedenen Größen (DWH) zu laufen. Und Aussagen wie "·...but lags in performance, scalability, administration, application development, support for disparate data
types, and VLDBs." sind einfach nur falsch. Vor allem es fehle an dem Support für verschiedene Datentypen beweist es. Den genau hier kann PostgreSQL mit MS-SQL locker mithalten.
von
R. Koepsel,
14.07.2009 13:44
Vergleich zu Postgresql
Mich wundert dieser Bericht in seinen Aussagen doch sehr. Ich arbeite seit Jahren mit Postgresql und lache nur über Werte von 1TB. Mir ist es nicht plausibel wie Ihr darauf kommt, dass es Postgresql an Skalierbarkeit, Sicherheit und Performance mangelt. Zumal man z.B. mySQL vor dem 5.x Release nicht einmal als echte Datenbank bezeichnen konnte, da ihr wichtige Funktionen fehlten. Bitte wenn getestet wird, dann sachlich bleiben. IBM, Microsoft und Oracle kann man nicht mit freien Datenbanken vergleichen, da populäre Benchmarks nicht veröffentlicht werden dürfen. Ein Postgresql und mySQL Vergleich hingt auch ein wenig, sind die Einsatzgebiete doch etwas unterschiedlich. Postgresql = Geoinformationssysteme, Data-Warehouse etc. mySQL + PHP = Webanwendungen.