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Fon wendet sich von Microsoft ab und empfiehlt Ubuntu

Das Unternehmen Fon will seine Rechner komplett auf Ubuntu umstellen. Das hat Gründer Martin Varsavski in einer Rundmail seinen Mitarbeitern mitgeteilt.

"Ab heute wird sich Fon von Microsoft zurückziehen und sich Linux in der Ubuntu-Distribution als dem Betriebssystem seiner Wahl zuwenden," schreibt Varsavski am 4. Mai 2007 in seinem Weblog. Im gleichen Atemzug bittet er alle Foneros - also jene Menschen, die die Bandbreite ihres Internetzugangs über das Fon-Projekt teilen - auch auf das freie Betriebssystem zu wechseln. Er kündigt an, ab dieser Woche keine neuen Microsoft-Lizenzen oder neue Programme für das proprietäre Betriebssystem anschaffen zu wollen. In Zukunft solle mit wenigen Ausnahmen nur noch Open-Source-Software eingesetzt werden.

Zeitersparnis nennt der Unternehmer als wichtigsten Grund für den Richtungswechsel. So habe er seit mehr als einem Monat Apples OS X und Ubuntu parallel benutzt und habe immer mehr Gefallen am freien System gefunden. Er schreibt, Ubuntu hätte das Look and Feel von Microsoft, arbeite aber schneller und sei beim Hoch- und Herunterfahren des Systems überlegen. Auch fehle "die bekannte Atmosphäre der Paranoia", so Varsavski. OS X nutze er zum Spielen. Der zweite Grund seien finanzielle Ersparnisse. So spare die Fon Wireless Ltd. nicht nur eine Menge Geld beim Kauf von Software ein, viel wichtiger sei die Ersparnis im Bereich der Hardwareanschaffungen. Varsavski erläutert, "dass Ubuntu auf einem 2 Jahre älteren Computer schneller läuft, als Vista auf einem aktuellen state-of-the-art Computer."

Diese Ankündigung sehen viele Beobachter als weiteren Beleg dafür, dass Linux Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, immer weitere Akzeptanz findet: Der amerikanische Computerhersteller Dell kündigte erst vor wenigen Tagen an, in Zukunft Desktop-Rechner mit vorinstalliertem Ubuntu auszuliefern. Bereits im März dieses Jahres beschloss das französische Parlament, alle Rechner seiner Abgeordneten auf das von Mark Shuttleworth initiierte System umzustellen.

(Jan Rähm)
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