Firefox ändert Umgang mit Third-Party-Cookies
Third-Party-Cookies kommen nicht vom Betreiber einer Seite selbst, sondern von Drittanbietern, die so nicht selten Nutzer über mehrere Webseiten hinweg verfolgen. Nun reagiert Firefox auf diese Cookies.
In einem Blogeintrag stellt Mozillas Alex Fowler das neue Feature vor. Das steckt bislang nur in einer Nightly-Variante von Firefox, die sich vor allem an Entwickler richtet, könnte aber demnächst Einzug in die stabile Ausgabe von Firefox finden. Demnach muss der Anwender nun direkt mit dem Unternehmen interagieren, das den Cookie setzen will. Man habe sich in dieser Frage von Safaris Sicherheitseinstellungen inspirieren lassen, laut denen der Browser Tracking Cookies ablehnt.
Nötig geworden, so Fowler, sei die Option, weil immer mehr Unternehmen solche Cookies verwenden, um die Anwender zu verfolgen. Wie das neue Feature wirkt, zeigte Fowler auch gleich. Beim Besuch seiner vier Lieblingsseiten hatte er sich traditionell 385 (!) Cookies aus erster und dritter Hand eingefangen, nun seien es "nur noch" 75 Cookies. Mehr als 100 Unternehmen, die Fowler nie besucht hat, setzten also Tracking Cookies im Browser.
Beobachter wie Ovum beschwören daher schon eine Gefahr für die Internet-Ökonomie herauf, denn durch das Cookie-Verbot ließen sich Daten über das Nutzerverhalten nicht mehr so einfach erheben. Doch Drittanbieter-Cookies lassen sich im aktuellen Firefox ohnehin verbieten, die neuen Einstellungen sind also lediglich ein wenig feinkörniger.





