Open Source im professionellen Einsatz

Firefox 55 veröffentlicht

09.08.2017

Mozilla hat turnusgemäß eine neue Version seines Webbrowsers freigegeben. Für Linux-Anwender hält sie viele nützliche Änderungen bereit. Die größte Neuerung bleibt jedoch vorerst Windows-Anwendern vorbehalten.

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Unter anderem haben die Entwickler die Adressleiste verbessert. Tippt man einen Hostnamen ein, wie etwa „linux-magazin.de“, versucht Firefox zunächst die verschlüsselte Variante per HTTPS abzurufen – im Beispiel also „https://linux-magazin.de“. Die Adressleiste schlägt zudem ab sofort standardmäßig Suchergebnisse vor. Obendrein genügt es jetzt, einen Begriff in die Adressleiste einzutippen, damit ihn Firefox mit einer der installierten One-Click-Suchmaschinen sucht.

Die Seitenleiste mit den Lesezeichen und der Chronik lässt sich an den rechten Fensterrand verschieben. Die Leseansicht erlaubt jetzt das vereinfachte Drucken der Seite. Sitzungen mit sehr vielen geöffneten Tabs stellt Firefox 55 nach einem Neustart schneller wieder her.

Standardmäßig müssen Anwender das Adobe-Flash-Plugin auf jeder Seite explizit erlauben (Click-to-Play). Des Weiteren erlaubt der Browser den Einsatz von Flash nur noch auf Seiten, die per HTTP oder HTTPS erreichbar sind.

Verbindungen via WebRTC unterstützten jetzt auch Stereomikrofone. Seit der Vorversion verteilt Firefox seine Arbeit im Hintergrund auf mehrere Prozesse. Über eine neue Einstellung in Firefox 55 können Benutzer die Anzahl der Prozesse selbst festlegen. Laut Mozilla lohnt es sich, die Anzahl auf Systemen mit mehr als 8 GByte heraufzusetzen. Seiten sollen dann schneller laden, zudem erfolgt ein schnellerer Wechsel zwischen den Tabs. Im Gegenzug nimmt der Browser mehr Hauptspeicher in Beschlag.

Abschließend kann Firefox 55 einen Screenshot der aktuellen Seite erstellen. Diese Funktion wird allerdings von den Entwicklern noch getestet und ist daher noch nicht für alle Nutzer freigeschaltet.

Weitere Neuerungen richten sich nur an Windows-Anwender. So unterstützt die Windows-Version von Firefox 55 den WebVR-Standard, über den sich Web-Anwendungen für VR-Brillen, wie etwa die Oculus Rift, entwickeln lassen. Des Weiteren bietet Firefox für Windows einen vereinfachten Installationsassistenten und die Hardware-Decodierung von Videos im VP9-Format. Sämtliche Änderungen finden sich in den offiziellen Release-Notes.

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