Open Source im professionellen Einsatz

Firefox 44 bringt Web-Push-Verfahren

27.01.2016

Web Push ist neu in Firefox 44. Dank dieser Technologie dürfen Seitenbetreiber ihre Besucher mit Nachrichten beglücken, auch, wenn die Seite geschlossen wurde. Verschiedene Mechanismen sollen Missbrauch verhindern.

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Dank Web Push informieren Webseiten ihre Nutzer künftig aktiv über Ereignisse, auch wenn diese die entsprechende Webseite bereits geschlossen haben. An sich könnte sich das als nützliches und ressourcensparendes Feature entpuppen, wenn die Entwickler die absehbaren Schattenseiten unter Kontrolle behalten.

Um beispielsweise Spam oder andere nervige Updates zu verhindern, muss der potenzielle Empfänger solche Nachrichten explizit genehmigen. Zudem erhält jede Seite, die Web Push verwendet, einen eigenen, anonymen Web-Push-Identifier, um seitenübergreifende Zuordnungen zu verhindern. Über ein Public-Private-Key-Verfahren verschlüsselt der Browser die Nutzdaten zudem. Und er meldet sich zudem nur dann beim Push-Dienst, wenn der User das Push-Verfahren aktiv erlaubt hat. Chrome unterstütze die Push-Nachrichten teilweise, Microsofts Edge-Team denke darüber nach, heißt es in dem Blogeintrag .

Weitere Neuerungen

Neben Web Push gibt es weitere Neuerungen in Firefox 44. So warnen die Entwickler nun besser vor Problemen mit Zertifikaten und Verbindungen, ist H.264 aktiviert, wenn das System einen Decoder mitbringt und schaltet Firefox 44 Webm/VP9 ein, wenn ein solcher fehlt. Firefox 44 unterstützt den Brotli-Kompressions-Algorithmus für die Inhalte von HTTPS-Verbindungen und hat die schon länger als unsicher geltende Stromchiffre RC4 deaktiviert.

Ein Offscreen-Canvas-API ist an Bord, das etwa Web-GL-Kontexte mit Hilfe von Web Workers rendert. Der Nutzer muss das noch experimentelle Feature aber aktivieren, indem er "gfx.offscreencanvas.enabled" auf "true" setzt. Die Entwickler haben zudem Web-RTC weiter stabilisiert und in der Folge den bis dahin genutzten Präfix entfernt. Herunterladen lässt sich die neue Version über die Webseite oder man wartet die automatischen Updates ab.

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