Open Source im professionellen Einsatz

Firebase Dev Summit: Google versammelt Firebase-Entwickler

07.11.2016

Mit Googles Firebase sollen Entwickler ihre Apps plattformübergreifend tracken, testen und debuggen. Der erste Entwickler-Summit in Berlin zog grob geschätzt um die 500 Entwickler an.

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Firebase ist weniger eine Plattform zum Entwickeln von Apps, sondern will sich vielmehr um das Drumherum kümmern. Die Rede ist auch von Backend-as-a-Service. Die Kunden der Plattform-Macher sollen sich auf das Entwickeln ihrer Apps konzentrieren können und Deployment, Tracking, Tests und Reparaturen weitgehend Firebase überlassen. Zielgruppe sind dabei Entwickler und Unternehmen, die kein Problem damit haben, Google mit ihren Kundendaten zu füttern.

Ursprünglich war Firebase eine Datenbank. Auf der Google I/O im Mai 2016 wurde angekündigt, die Plattform deutlich auszubauen. Mittlerweile binden Entwickler wahlweise einen oder mehrere von insgesamt 15 Firebase-Diensten in ihre existierende App ein, mehr als 750 000 Projekte nutzen das Projekt laut den Veranstaltern bisher.

Zum ersten Firebase Dev Summit nach Berlin kamen grob geschätzt zwischen 400 und 500 Entwickler.

Über Firebase Analytics, dem "Herz von Firebase", tracken Firmen und Entwickler zum Beispiel ihre Nutzer ziemlich genau. Sie stellen dann in Echtzeit fest, wo die mit Firebase ausgestattete App gerade weltweit im Einsatz ist, filtern gar auf bestimmte Städte, App-Versionen oder Geräte. So lässt sich beispielsweise beobachten, wie und wo sich eine bestimmte Story gerade ausbreitet. Auch User Snapshots sind möglich, um Fokus-Tests mit bestimmten Nutzergruppen zu veranstalten.

Im inzwischen auch gratis nutzbaren Testlab lassen sich Apps auf verschiedensten Android-Geräten überprüfen, iOS-Support fehlt hier noch. Firebase hilft ansonsten beim Anmelden bei Diensten, beim Ausliefern von Nachrichten (auch plattformübergreifend) und beim Speichern und Synchronisieren von Daten sowie beim Identifizieren, Beheben und Verfolgen von Abstürzen.

Zugleich kündigten die Firebase-Macher auf dem Firebase Dev Summit einige Neuerungen an. So zeigt Firebase jetzt, welches konkrete Event eine App zum Absturz bringen (Button XYZ gedrückt). Daten lassen sich in Echtzeit und automatisiert von Firebase Analytics nach Big Query exportieren und über Debug View und Stream View teilweise in Echtzeit auswerten. Es gibt First-Class-Support für Unity 3D und eine Udacity-Klasse zum Thema.

Die Mobilplattform unterstützt native Apps für iOS, Android sowie Web-Apps. Insbesondere für den iOS-Support will sich die Plattform laut Aussage von Ben Galbraith, Produktmanager bei Google, ins Zeug legen. Er beteuerte, beide Plattformen gleichwertig behandeln zu wollen. Zwar gibt es mit Firebase UI auch eine freie Bibliothek mit UI-Elementen und für Startups eine kostenlose Version, doch wer Firebase professionell einsetzen möchte, greift vermutlich zu einer der Bezahlversionen. Eine gibt es zu einem festem monatlichen Preis von rund 23 Euro, bei der anderen zahlen die Kunden nach Verbrauch. Mehr Infos und die Streams vom Entwicklertreffen hat Youtube.

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