Open Source im professionellen Einsatz

Fedora-Chef wünscht sich viele Ableger

09.05.2007

Max Spevack, Leiter des Fedora-Projekts, hat große Erwartungen an die für den 24. Mai anstehende Veröffentlichung von Fedora 7: Aus der neuen Version sollen Entwickler besonders leicht eigene Derivate bauen können.

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Fedora 7 (das "Core" entfällt aus dem Namen) soll laut Spevack nicht nur technische Neuerungen bringen, sondern auch neue strategische Möglichkeiten eröffnen. Die Distribution soll nicht nur ihrem Sponsor Red Hat als Basis für sein Unternehmens-Linux dienen, sondern wie Debian zur technische Grundlage für sprachspezifische Ableger und spezialisierte Varianten wie Server- und Desktop-Versionen werden. Er ermutigt auch Software-Projekte, Universitäten und kommerzielle Hersteller, ihre Programmpakete zusammen mit einer maßgeschneiderten Fedora-Version auszuliefern.

Die Gründe für seine Erwartungen beschreibt Spevack in einer Nachricht an die Red-Hat- und Fedora-Mailinglisten zum Auftakt der Hausmesse Red Hat Summit: Nicht nur die in Fedora ausgelieferte Software sei frei - dank einer externen Quellcode-Verwaltung, einem offenen, externen Build-System für die RPM-Pakete und Open-Source-Werkzeugen zur Zusammenstellung der Distribution stehe jedem Interessierten frei, unabhängig sein eigenes Fedora-Derivat zu bauen.

Mit dem 24. Mai liegt das Erscheinen von Fedora rund eine Woche vor dem Linuxtag 2007 in Berlin. Spevack möchte die Veranstaltung daher für den Europäischen Startschuss der neuen Version nutzen. Außerdem treffen sich im Rahmen des Linuxtags Fedora-Anwender und Entwickler am 31. Mai zur Konferenz FUDcon.

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